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Fazit

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Zusammenfassung

Mit dem Inkrafttreten des InvStG im Jahr 2004 glaubte man die europarechtliche Problematik der pauschalen Investmentbesteuerung gelöst zu haben. Spätestens seit 2014 mit der entsprechenden Entscheidung des EuGH zu § 6 InvStG sind die Stimmen nicht mehr zu überhören, die die Pauschalbesteuerung als europarechtswidrig qualifizieren. Für die Besteuerung von intransparenten ausländischen Investmentfonds ist die vorstehend dargestellte Rechtsentwicklung von enormer Bedeutung, weil den Steuerpflichtigen statt der ungünstigen Pauschalversteuerung (zumindest der nach § 6 InvStG) nun die Möglichkeit offen steht, tatsächlich niedrigere Besteuerungsgrundlagen in geeigneter Form nachzuweisen.

Die aufgrund der Pauschalversteuerung zu beachtende Steuer wird ab 2009 im Falle der Veräußerung der Anteile angerechnet. Die pauschale Besteuerung nach § 6 InvStG führt nicht mehr zu einem endgültigen Steuernachteil, wenn die Investmentfondsanteile veräußert werden, sondern ist als Vorauszahlung für die endgültige Steuer bei der Anteilveräußerung zu sehen; insoweit kann ein Zinsnachteil bewirkt werden. Von daher ist im konkreten Fall immer zu untersuchen, ob sich der Nachweis der tatsächlich niedrigeren Besteuerungsgrundlagen lohnt.

Nach wie vor kann am einfachsten der Nachweis der Besteuerungsgrundlagen dadurch erfolgen, dass der jeweilige Investmentfonds für seine Anleger die Besteuerungsgrundlagen und ihre zutreffende Ermittlung durch einen Berufsträger bescheinigen lässt.

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.TrierDeutschland

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