Normalität und Abweichung

Chapter

Zusammenfassung

Normalität und Abweichung werden nicht nur im Alltag, sondern auch in vielen sozialwissenschaftlichen Analysen oft als natürliche Unterscheidungen vorausgesetzt – wodurch alltagstheoretische Annahmen wissenschaftlich verdoppelt werden. Eine kritische Perspektive auf Normalität und Abweichung liefert dagegen die Etikettierungstheorie, die die Unterscheidung von Normalität und Abweichung als eine gesellschaftlich hergestellte versteht und die in ihrer Analyse an den erzeugten Kategorien von Normalität und Abweichung ansetzt, um danach zu fragen, welche Institutionen diese Kategorien jeweils (mit welchen Konsequenzen) verwalten, um sie in ihren Praktiken auf spezifische Personen und Gruppen anzuwenden. Institutionelle Strategien der Zuschreibung von Normalität und/oder Abweichung stellen Verdinglichungsprozesse dar, die über Teilhabe und Ausschluss und über gesellschaftliche Positionierungen entscheiden und über die Bedingungen der Teilhabe formuliert wie auch Grenzen der Zugehörigkeit gezogen werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.DarmstadtDeutschland

Personalised recommendations