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Sex sells!?

Rechtliche Grenzen sexualisierter Werbung
Chapter
Part of the Geschlecht und Gesellschaft book series (GUG, volume 60)

Zusammenfassung

Sexualisierte Werbung ist, obwohl im öffentlichen Raum noch immer präsent, nicht häufig Thema juristischer Diskussionen oder Anlass für Rechtsprechung. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Normen, die in der Lage sind, sexualisierte Werbung zu erfassen, und stellt die einschlägige Rechtsprechung sowie Diskussionsansätze in der Literatur dar. Einige der Normen, aber auch die Argumentationsmuster der Rechtsprechung und der Literatur gründen auf offenen Rechtsbegriffen wie „Anstößigkeit“ und „Belästigung“, während Sexualisierung grundsätzlich als mittlerweile üblich und gesellschaftlich anerkannt gesehen wird und damit einhergehende Geschlechtsdiskriminierungen nicht erkannt werden. Um diese zunächst sichtbar und dann auch bekämpfbar zu machen, bedarf es einer Fokussierung – nicht auf Anstößiges und negativ von üblichen Darstellungen Abweichendes, sondern auf anhand von Hierarchisierungen erkennbare Diskriminierungen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für RundfunkrechtUniversität zu KölnKölnDeutschland

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