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Entwicklung der Zusammenarbeit Bayerns mit China

  • Manuel RimkusEmail author
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Zusammenfassung

Ein Verständnis der Kooperationsmotive Chinas setzt Kenntnisse seiner Geschichte voraus. Gerade der Kontakt zu Europa verursachte tiefgreifende Veränderungen, die letztendlich zum Untergang des 2.000 Jahre alten Kaisertums beitrugen. Ein Schlüsselerlebnis im kollektiven Bewusstsein Chinas war das Trauma der Opiumkriege im 19. Jahrhundert. Das „Reich der Mitte“ – die damals größte Volkswirtschaft und fortschrittlichste Zivilisation der Welt – wurde im Handstreich von Großbritannien besiegt und musste die Öffnung des Heimatmarktes für den Opiumschmuggel erdulden. Die halbstaatliche British East India Company drehte so das bilaterale Handelsbilanzdefizit Großbritanniens gegenüber China zu einem Überschuss (vgl. Seitz 2006, S. 97). Diese Erfahrungen stellen den Ausgangspunkt der Modernisierung Chinas dar, die sich bis heute im Spannungsfeld zwischen der Übernahme westlicher Technologien und der Bewahrung der eigenen Identität bewegt (vgl. Heberer 2013, S. 40). Nicht zuletzt beeinflussen die Entwicklungsbrüche Chinas die gegenwärtige Politik der schrittweisen Marktöffnung, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten sowie die Förderung des Wissens- und Technologietransfers.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Freistaates Bayern bei der EuropäischenBayerische Staatskanzlei Vertretung desBrüsselBelgien

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