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Untersuchungsmethodik

  • Manuel RimkusEmail author
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Zusammenfassung

Mit zunehmender Pluralisierung der Lebensstile und Komplexität sozialer Phänomene gewinnt das qualitative Forschungsparadigma immer weiter an Bedeutung (vgl. Flick et al. 2007, S. 17). Dieses vertritt ein dialog-konsensorientiertes Wahrheitsverständnis und verwendet nicht standardisierte Methoden der Datenerhebung und interpretative Auswertungsverfahren, die sich vornehmlich auf Einzelfälle beziehen (vgl. Mayer 2009, S. 25). Im Verständnis qualitativer Forschung beeinflussen Kommunikationsprozesse die soziale Wirklichkeit. Demnach setzt jede Handlung Hintergrundwissen voraus, mit Hilfe dessen sich der Mensch ein Bild von der Welt konstruiert. Die impliziten Konstruktionen, in die das Handeln eingebettet ist, werden vom Forscher aufgedeckt, interpretiert und damit ein zweites Mal konstruiert (Przyborski/Wohlrab-Sahr 2010, S. 27): „Sozialwissenschaftliche Konstruktionen basieren auf alltäglichen Konstruktionen: Es handelt sich um Interpretationen bzw. Konstruktionen zweiten Grades. Das Verhältnis qualitativer Methoden zu ihrem Gegenstand ist deshalb ein rekonstruktives“. Dieses konstruktivistische Grundverständnis – wie es auch der vorliegende Arbeit zu Grunde liegt (siehe Kap. 1.3) – bedingt einen offenen Charakter der Untersuchung, welche sich in einem kontinuierlichen Austauschprozess zwischen den erhobenen Daten und dem eigenen Vorverständnis befindet.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Freistaates Bayern bei der EuropäischenBayerische Staatskanzlei Vertretung desBrüsselBelgien

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