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HBO bei chronischen strahleninduzierten Weichteil- und Knochenschäden

  • Dominik Maurer
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Chronische Strahlenfolgen stellen Schäden an Geweben mit geringem Zellumsatz, so genannten spät reagierenden Geweben dar und treten definitionsgemäß erst ab 90 Tagen nach Bestrahlung auf. Die Radiotherapie führt dabei zu pathologischen Gefäßalterationen, wie der proliferativen Endarteritis sowie nekrotisierenden Vaskulitis. Die Folge daraus ist das so genannte 3-H-Model (Hypoxie, Hypozellularität, Hypovaskularität), welches als Auslöser strahleninduzierter Schäden gilt. Die HBO-Effekte in der Therapie von chronischen Wunden haben dabei auch bei der Behandlung von Strahlenschäden Gültigkeit. Klinische Anwendung findet die HBO vor allem in der Behandlung der Osteoradionekrose nach einem mehrstufigen Behandlungsplan, dem Marx-Protokoll. Aber auch Weichteilschäden, wie die hämorrhagische Strahlenzystitis sowie chronisch refraktäre Proktitis zeigen klinischen Benefit durch die hyperbare Sauerstofftherapie.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Medizinische Universität GrazGrazÖsterreich

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