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Zur Rezeption der Psychoanalyse in der Soziologie: Kritik, Konzeptionen, Methodisches

  • Johann August Schülein
Chapter
Part of the Neue Bibliothek der Sozialwissenschaften book series (NBDS)

Zusammenfassung

Spätestens in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts war Freud in intellektuellen Kreisen ein Thema. Auch die Soziologie kam an der Psychoanalyse nicht vorbei – vielleicht weniger aus Gründen der Wissenschaftsentwicklung (das Ignorieren von externen Themen und Theorien war kaum ein Problem) als aus Gründen der enormen öffentlichen Aufmerksamkeit, die sie gewann. Die Psychoanalyse insgesamt und speziell einige sozialpsychologische Texte von Freud lösten nolens volens Reaktionen aus. Sie waren unkonventionell und provozierend; sie boten einen gänzlich neuen Umgang mit psychischen Erkrankungen und rissen dabei die Mauern zwischen „Normalität“ und „Pathologie“ ein; sie durchbrachen Tabuschranken und konterkarierte Selbstidealisierungen; sie geizten nicht mit pointierten Hypothesen über Psychodynamik und „kulturelles“ Geschehen. Entsprechend waren die Reaktionen heftig und sehr unterschiedlich.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Wirtschaftsuniversität WienWienÖsterreich

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