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Die Psychologie akuter Krisen

  • Wolfgang ImmerschittEmail author
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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Wenn der Krisenfall eintritt, sorgt das für ganz typische Verhaltensweisen – von der Verweigerung bis zum Rückzug auf gewohntes Terrain. „Es gibt nur ein soziales Wesen, das die Veränderung will, nämlich das Baby in der dreckigen Windel.“ Was da als Soziologenspruch so flapsig daherkommt, hat einen Kern Wahrheit in sich. Es ist empirisch erwiesen, dass viele als abrupt erscheinende Veränderungsprozesse gar keine solchen sind. Sie wurden nur schlicht und ergreifend übersehen. Wenn dann‚ „wie aus heiterem Himmel“ die Krise akut wird, treten eine Reihe von Phänomenen auf, die Lösungen erschweren, wenn nicht gar blockieren. Diese Reaktionen haben viel mit Angst vor den Auswirkungen der Veränderungen zu tun. Claudia Mast weist richtigerweise darauf hin, dass die entstehenden Emotionen bei Krisen oft nicht berücksichtigt werden. Dabei ist die Krisenluft mit purer Emotion geschwängert. „Angst ist ein spezieller Erregungszustand und eine elementare, unangepasste gefühlsmäßige Reaktion auf das Erkennen einer … Gefahr, welche die ganze Existenz, Leben, Leistungsfähigkeit der Gesamtpersönlichkeit gefährdet oder zu bedrohen scheint.“

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.SalzburgÖsterreich

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