Dokumentation

Chapter
Part of the Journalistische Praxis book series (JP)

Zusammenfassung

Vor fünf Jahren eröffnete …, vor zehn Jahren starb …, vor 2150 Jahren ersann … Solch ein Datum mit dem daran geknüpften Thema ist Ausgangspunkt für Dokumentationen, wie sie z. B. die WDR‐Reihe »ZeitZeichen« seit 1972 ausstrahlt. Darum herum erzählen Autoren ihre Geschichte. Sie machen alte, neue und neueste Geschichte erfahrbar, fördern Geschichtsbewusstsein und schärfen Gegenwartsbewusstsein.

Thema einer Dokumentation können Staatsgründungen, Lebensdaten großer Frauen und Männer, Gesetzeswerke, Wendepunkte der Menschheitsgeschichte, politische Weichenstellungen, Friedensverträge oder Katastrophen sein, aber auch geflügelte Worte, Film‐ und Theaterpremieren, wichtige Momente der Kultur‐ und Zivilisationsgeschichte. Vom Westfälischen Frieden bis zur Erfindung des selbstklebenden Wundpflasters reicht die Palette. Auch Gegenwartsthemen wie Erneuerbare Energien, das Terrornetzwerk Al Kaida, das neue Namensrecht oder die Reform der Bundeswehr eignen sich für eine Dokumentation.

Die Grenzen zwischen Dokumentation und Feature sind fließend, eindeutige Definitionen fehlen (vgl. Beitrag »Feature«), die Macharten und Arbeitsweisen ähneln einander.

Die Dokumentation gibt den Erkenntnisstand zu ihrem Thema, also einem Ereignis, einer Entwicklung oder die Positionen einer Auseinandersetzung/Diskussion möglichst neutral, bündig und zugleich farbig wieder. Dabei verzichtet sie auf eine eigene inhaltliche Position des Autors, ist also bei den Kurzformen mit einem Bericht vergleichbar.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.KölnDeutschland

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