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Wechsel der Gewinnermittlungsart.

  • Klaus von SichererEmail author
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Zusammenfassung

Nach §§ 238 ff. HGB ist grundsätzlich jeder Kaufmann verpflichtet, Bücher zu führen und Abschlüsse zu erstellen. Diese handelsrechtliche Buchführungspflicht betrifft jeden Kaufmann, der ein Handelsgewerbe betreibt, es sei denn, es handelt sich um sog. Kleinstkaufleute i. S. v. § 241a HGB. Dies ist damit begründet, dass nicht kapitalorientierte Einzelunternehmer einen nach Art und Umfang in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht benötigen. Deshalb können (Wahlrecht) solche Kaufleute unter bestimmten Voraussetzungen die Gewinnermittlungsart wechseln, also von der Bilanzierung zur Einnahmenüberschussrechnung wechseln. Besteht keine handelsrechtliche Buchführungspflicht, dann besteht auch keine derivative steuerliche Buchführungspflicht nach § 140 AO. Jedoch kann sich noch eine steuerliche Führung von Büchern nach § 141 AO ergeben. Diese steuerliche Buchführungspflicht greift, wenn einer der folgenden Grenzwerte überschritten wird: Für Land- und Forstwirte ergibt sich eine steuerliche Buchführungspflicht nach § 141 AO, wenn der Gewinn mehr als 60.000 € im Kalenderjahr beträgt oder wenn der Einheitswert der selbst bewirtschafteten Flächen mehr als 25.000 € beträgt.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergHalle (Saale)Deutschland

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