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Organisationskonzeptionen III: Organisationen als offene Systeme

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Zusammenfassung

Organisationen als offene Systeme, d. h. als von ihrer Umwelt beeinflusste und abhängige Gebilde zu sehen, schließt nicht aus, sie gleichzeitig entweder als „rational actors“ oder auch als „natural/social systems“ zu konzipieren (Scott und Davis, Kap. 5). Der Transaktionskostenansatz etwa folgt dem „rational actor view“, und zugleich thematisiert er mit der Problemstellung „Eigenproduktion versus Fremdbezug“ zentral die Frage der Grenzziehung einer Organisation und damit deren Umweltbezug (zum Transaktionskostenansatz vgl. Kap. 3). Oder z. B. die Organisationskulturansätze (vgl. dazu die Bemerkungen und Literaturhinweise in Abschn. 7.1) konzentrieren sich zwar auf das soziale Innenleben von Organisationen, aber sie erkennen sehr wohl, dass gesamtgesellschaftliche Werte und Normen gleichsam von außen, von den Organisationsmitgliedern in die Organisation hinein getragen werden, was etwa speziell bei ländervergleichenden Studien von Bedeutung ist. Diese Möglichkeiten der Kombination von „offen-rational“ und „offen-natürlich“ erschweren eindeutige Zuordnungen einzelner Theorien zu einer Organisationskonzeption bzw. geben solchen Zuordnungen ein Element von Willkür. Dennoch bleibt es in der Regel möglich, den hauptsächlichen Fokus einer Theorie zu bestimmen und auf dieser Basis eine Zuordnung vorzunehmen. Wie in den Kap. 6 und 7 wird auch in Kap. 8 damit begonnen, die Ausgangspunkte und Varianten der „open systems“-Perspektive etwas eingehender zu beleuchten. Anschließend werden die zwei in der aktuellen Organisationssoziologie wichtigsten „Umwelttheorien“ besprochen: die Organisationsökologie und der soziologische Neo- Institutionalismus.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.MainzDeutschland

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