Fortgeschrittene Themen

Chapter
Part of the Methoden der Politikwissenschaft book series (METPOL)

Zusammenfassung

Das Konzept der „political efficacy“ (Bürgerkompetenz) gehört zum Kernbestand der politischen Partizipationsforschung. Es bezeichnet das Gefühl der Bürger, den politischen Prozess beeinflussen zu können, und ist damit für das Selbstverständnis von Demokratien von zentraler Bedeutung. Wenn die Bürger den Glauben an ihren eigenena politischen Einfluss verlieren, liegt politische Entfremdung vor. In diesem Sinne wird das Konzept bereits von den Klassikern (Almond und verba 1965; Campbell und Miller 1954) verwendet, auch wenn seine genaue Operationalisierung und Struktur kontrovers diskutiert wurden (Vetter 1997b). Dabei lassen sich grob zwei Dimensionen unterscheiden: internal political efficacy bezeichnet die Selbsteinschätzung der Bürger bezüglich ihrer politischen Kompetenz und Informiertheit, die als eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für politischen Einfluss betrachtet werden kann. External political efficacy hingegen meint die wahrgenommene Offenheit des Systems und der Eliten für die politischen Präferenzen und Meinungsäußerungen der Bürger. Beide Komponenten hängen empirisch zusammen, lassen sich aber analytisch voneinander abgrenzen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Johannes Gutenberg-Universität MainzMainzDeutschland

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