Advertisement

Hochschulische Regionalbezüge im demografischen Wandel. Ausgangspunkte und Fragestellungen

  • Peer PasternackEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Einerseits demografische Schrumpfung, fragmentierte Entwicklungen der Regionen und die Verminderung finanzieller Spielräume, andererseits die beiden zentralen politischen Ziele „selbsttragende Entwicklung“ und „gleichwertige Lebensverhältnisse“: Vor diesem Hintergrund ist nach Optionen für die Regionalentwicklung – zunächst in ostdeutschen, alsbald auch in anderen Regionen – zu fragen. Dabei werden vornehmlich endogene Entwicklungspotenziale zu erschließen sein. Die wirtschaftliche Stabilität erfordert eine Steigerung vor allem des technisch-technologischen Innovationsgeschehens, und die gesellschaftliche Stabilität erfordert soziale Innovationen. Innovationen wiederum werden wesentlich über wissensgesellschaftliche Entwicklungsfaktoren zu mobilisieren sein. Als öffentlich finanzierte Einrichtungen sind die regionalen Hochschulen die institutionell stabilsten Agenturen der Wissensgesellschaft. Daraus auch regionale Effekte zu erzeugen, ist dann am aussichtsreichsten, wenn die Hochschulen ihre Sitzregionen an die überregionalen Kontaktschleifen der Wissensproduktion und -distribution anschließen, um deren Resonanzfähigkeit für wissensbasierte Entwicklungen trotz demografischer Schrumpfung zu erzeugen bzw. zu erhalten.

Schlüsselwörter

Hochschule Region Demografischer Wandel Hochschulfinanzierung Gleichwertige Lebensverhältnisse Selbsttragende Entwicklung Regionalentwicklung Aktivitätseffekte Innovation 

Literatur

  1. Boschma, Ron/Michael Fritsch (2009): Creative Class and Regional Growth. Empirical Evidence from Seven European Countries, in: Economic Geography, 85, S. 391–423.CrossRefGoogle Scholar
  2. CHE, Centrum für Hochschulentwicklung (2012): Modellrechnungen zur Entwicklung der Studienanfängerzahlen in Deutschland, Gütersloh; auch unter www.che.de/downloads/CHE_AP152_Studienanfaengerprognose.pdf (30.2.2012).
  3. CHE Consult, Centrum für Hochschulentwicklung Consult Gütersloh (2013): Zur Entwicklung der Studiennachfrage an Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt, Bericht 18. Juni 2013; http://www.wzw-lsa.de/fileadmin/wzw-homepage/content/dokumente/Dokumente/Arbeitsberichte/WZW_Arbeitsberichte_2_2013.pdf (2.7.2013).
  4. Finanzministerium Sachsen-Anhalt (o. J. [2008]): Mittelfristige Finanzplanung des Landes Sachsen-Anhalt 2009 bis 2013, URL http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/iElementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_der_Finanzen/Dokumente/mipla/Mipla2009.pdf (5.3.2010).
  5. Fritsch, Michael/Michael Stützer (2007): Die Geographie der Kreativen Klasse in Deutschland, in: Raumforschung und Raumordnung, 65, S. 15–29.CrossRefGoogle Scholar
  6. Fritsch, Michael/Tobias Henning/Viktor Slavtchev/Norbert Steigenberger (2007): Hochschulen, Innovation, Region. Wissenstransfer im räumlichen Kontext, edition sigma, Berlin.Google Scholar
  7. Heimpold, Gerhard/Mirko Titze (2014): Development in East Germany since German Unification. Results, Shortcomings and Implications for Economic Policy, in: Stefan Collignon/Pierro Esposito (eds.), Competitiveness in the European Economy, Routledge, London/New York, S. 184–196.Google Scholar
  8. IWH, Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Hg.) (2014). 25 Jahre nach dem Mauerfall. Wirtschaftliche Integration Ostdeutschlands im Spiegel der Forschung am IWH, Halle (Saale); auch unter http://www.iwh-halle.de/d/publik/sonstint/2014_iwh_25_jahre_nach_dem_mauerfall.pdf
  9. IWH/DIW/ifo Dresden/IAB/HoF/RWI (2011): Wirtschaftlicher Stand und Perspektiven für Ostdeutschland. Studie im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, Institut für Wirtschaftsforschung (IWH), Halle (Saale).Google Scholar
  10. KMK, Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2012): Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen 2012–2025. Fortschreibung, www.kmk.org/fileadmin/pdf/Statistik/Vorausberechnung_der_Studienanfaengerzahlen_2012-2025_01.pdf (30.1.2012)
  11. Matthiesen, Ulf (2007): Stadtentwicklung, Wissen und Lernen unter Schrumpfungsbedingungen, in: Leibniz-Gemeinschaft (Hg.), Raumwissenschaftliche Forschung für die Praxis, Bonn, S. 19–23.Google Scholar
  12. Mayer, Karl Ulrich (Hg.) (2013): Zukunft leben. Die demografische Chance, Nicolai Verlag, Berlin.Google Scholar
  13. Merkel, Janet/Maria Oppen (2010): Wo Neues gewagt wird. Wie städtische Kulturen Kreativität fördern, in: WZW-Mitteilungen März 2010, S. 16–19.Google Scholar
  14. Ragnitz, Joachim/Helmut Seitz (2007): Gutachten zur Ermittlung haushaltsrelevanter Kennziffern. Gutachten im Auftrag des Ministeriums der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt, URL http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/fileadmin/Elementbibliothek/Bibliothek_Politik_und_Verwaltung/Bibliothek_Ministerium_der_Finanzen/Dokumente/Benchmark-Gutachten/Benchmark-Gutach-ten_02.PDF (5.3.2010).
  15. Seitz, Helmut (2006): Die finanzpolitische Situation in Thüringen. Eine Untersuchung vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen und der Rückführung der Osttransferleistungen, Friedrich-Ebert-Stiftung, Dresden/Erfurt.Google Scholar
  16. Stehr, Nico (2001): Moderne Wissensgesellschaften, in: APUZ – Aus Politik und Zeitgeschichte 36/2001, S. 7–14; auch unter http://www.bpb.de/system/files/pdf/K318AX.pdf (12.8.2011).
  17. Steinbrecher, Johannes/Christian Thater/Marcel Thum (2009): Langfristige Prognose der Einnahmeentwicklung für den Landeshaushalt des Freistaates Sachsen bis zum Jahr 2025. Endbericht. Gutachten im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen. Unter Mitarbeit von Oskar Krohmer, Institut für Wirtschaftsforschung Niederlassung Dresden, Dresden.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Hochschulforschung (HoF)Martin-Luther-Universität Halle-WittenbergLutherstadt WittenbergDeutschland

Personalised recommendations