Integrative Medizin als Ansatz zur strategischen Positionierung im Wettbewerb

  • Monique Bliesener
  • Laura Beyersdorf
  • Rainer Sibbel
Chapter

Zusammenfassung

Der Wunsch der Patienten nach Komplementärmedizin als eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin oder in klassische Behandlungspläne integriert ist mit steigendem Gesundheitsbewusstsein über die letzten Dekaden angestiegen. Ein derartiger Behandlungsansatz, der auch als integrative Medizin bezeichnet wird, gewinnt auch in Krankenhäusern an Bedeutung, beispielsweise in Ballungszentren. Entscheidend sind allumfassende Angebote, die auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden und somit als innovative Dienstleistung eine Schlüsselfunktion für das Krankenhaus übernehmen können. Das daraus resultierende Differenzierungsmerkmal, die erfolgreiche Kombination von evidenzbasierter Medizin und einem ergänzenden bzw. unterstützenden Angebot an alternativen Heilmethoden, verspricht in der Konkurrenz um Patienten Chancen und Wachstumspotentiale für den Anbieter.

Am Klinikum Ernst von Bergmann wurde dazu eine Marktanalyse und Potentialabschätzung durchgeführt. Gleichzeitig wurde die Marktentwicklung hinsichtlich des Wandels der Markteintrittsbarrieren und Anbieter unter Berücksichtigung der demographischen Veränderungen untersucht. Zusammenfassend sollen die Herausforderungen für eine integrative Medizin in Krankenhäusern, die Bedeutung und Kernelemente eines solches Ansatzes aus Sicht des Ernst von Bergmann Klinikums in Potsdam aufgezeigt werden. Dabei gilt es fortwährend, die ökonomischen wie medizinischen Belange im Sinne eines derartigen Gesundheitstrends abzuwägen.

Literatur

  1. AG GGRdL (2014) Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder, Definition Gesundheitsmarkt. http://www.ggrdl.de/ggr_definitionen.html#Gesundheitsmarkt. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  2. Beerheide R (2014, Juli 24) Zweiter Gesundheitsmarkt wächst. Ärzte Ztg Online 2, S 5Google Scholar
  3. BMG (2014) Bundesministerium für Gesundheit, Bedeutung der Gesundheitswirtschaft. http://www.bmg.bund.de/themen/gesundheitssystem/gesundheitswirtschaft/bedeutung-der-gesundheitswirtschaft.html. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  4. DAK (2014) DAK-Gesundheit, Naturheilverfahren und alternative Heilmethoden. http://www.dak.de/dak/leistungen/Naturheilverfahren-1099668.html. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  5. Dorner C (2014) Wo Patienten um Betten buhlen. Klin Manage Aktuell (kma) 19(6):43–45Google Scholar
  6. ICD Code (2015) Multimodale Komplexbehandlung. http://ops.icd-code.de/ops/code/8-975.html. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  7. NCCIH (2015) National Center for Complementary and Integrative Health, NCCIH funding: appropriations history. https://nccih.nih.gov/about/budget/appropriations.htm. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  8. Porter ME (2013) Wettbewerbsstrategie, 12. Aufl. Campus Verlag, Frankfurt a. M.Google Scholar
  9. Sibbel R (2011) Rahmenbedingungen für mehr Patientensouveränität – das Arzt-Patienten-Verhältnis als Ausgangspunkt. In: Fischer A, Sibbel R (Hrsg) Der Patient als Kunde und Konsument. Gabler Verlag, Wiesbaden, S 187–209CrossRefGoogle Scholar
  10. Teut M (2014) 60 % der Senioren nutzen Komplementärmedizin. http://www.integrative-medizin-blog.de/?p=104. Zugegriffen: 30. April 2015
  11. TKK (2015) Techniker Krankenkasse, Kopf- und Rückenschmerzen. http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/230444/Datei/2336/30.8/654.pdf. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  12. UKV (2014) Union Krankenversicherung AG, Sanft gegen den Krebs. https://www.ukv.de/content/service/gesundheitsmagazin/medizin/komplementaermedizin/index.html. Zugegriffen: 15. Juni 2015
  13. WHO (2015) World Health Organization, Traditional Medicines: Definitions. http://www.who.int/medicines/areas/traditional/definitions/en/. Zugegriffen: 15. Juni 2015

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  • Monique Bliesener
    • 1
  • Laura Beyersdorf
    • 2
  • Rainer Sibbel
    • 3
  1. 1.Kaufmännische Leiterin Zentrum für Innere MedizinKlinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbHPotsdamDeutschland
  2. 2.Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbHPotsdamDeutschland
  3. 3.Institute for International Health ManagementFrankfurt School of Finance & Management gGmbHFrankfurt am MainDeutschland

Personalised recommendations