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Grundlage der Dramaturgie effektiver Führung

  • Claus D. EckEmail author
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Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Die Kybernetik (Steuerung) organisatorischer Gebilde und das Management von Unternehmungen in ihren Projekten und Zielen sind Daueraufgaben und tendieren zur Reglementierung, Normierung mit jeweils generellem Gültigkeitsanspruch. Führung hingegen ist situativ und lokal. Weitsicht ist auch für die Führung unerlässlich, planen lässt sich Führung aber nur sehr beschränkt. Führung hat Ereignischarakter, d. h., sie ereignet sich oder eben nicht. Ein Ereignis ist immer ein „Effekt“, der seine Gründe zu übersteigen scheint, „in einem Raum der von dem Spalt zwischen einem Effekt und seinen Ursachen eröffnet wird“. Führung ereignet sich auf eine je besondere Weise; sie ist die Antwort von Personen auf eine situative Herausforderung. Situationen können krisenhaft sein und/oder große Chancen, Opportunität enthalten. In beiden Konstellationen braucht es Führung. Das Tagesgeschäft benötigt keine Führung, wohl aber ist Management präsent. Der sogenannte Routinebereich, der Normalfall, ein gut eingespieltes Team usw. benötigen keine Führung – sie steuern und koordinieren sich weitgehend selber. Führung ist immer eine Intervention. Intervenieren, wo es gar nicht notwendig ist, irritiert, dämpft die Initiative und Eigenmotivation und macht passiv abwartend. Nicht-Intervenieren, wo (bzw. wann) es notwendig oder hilfreich, unterstützend wäre, ist tatsächlich ein Versäumnis mit oft gravierenden Folgen. Die Frage ist deshalb immer: wann, wo, bei wem und durch wen braucht es Führung?

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.HorgenSchweiz

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