Die professionelle Beziehung im Coaching – Polaritäten und Paradoxien

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Part of the Coaching und Supervision book series (CUS)

Zusammenfassung

In Professionen wird die Arbeitsleistung in der Interaktion zwischen den beteiligten Personen erbracht, d. h. der Klient ist kein passiver Leistungsempfänger, sondern der Erfolg des Geschehens ist auf seine Mitwirkung angewiesen. Deswegen verlangt die Beziehung zwischen Professionellem und Klient eine spezielle Aufmerksamkeit; dies gilt für das Coaching ebenso wie für die anderen professionellen Formate. Um die Qualität einer „dialogischen Beziehung“ in professionellem Kontext zu erfassen, werden in diesem Kapitel die darin enthaltenen Paradoxien und Polaritäten erörtert. Ein Coach muss Paradoxien, wie z. B. das „Paradox der Anerkennung“, wahrnehmen und sich in spannungsreichen Polaritäten situationsangemessen bewegen können. Dazu ist eine systematische Selbstreflexivität erforderlich, die z. B. in eigener Supervision unterstützt werden kann.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.OberurselDeutschland

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