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Konjunktur und Wachstum

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Kreative Volkswirtschaftslehre
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Zusammenfassung

In diesem Kapitel stapeln Sie das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) vor der Zugspitze in Bayern und überlegen, wonach Wirtschaftswachstum schmeckt, riecht und wie es aussieht. Sie messen Ihren Pro-Kopf-Anteil am BIP und vergleichen den Wohlstand verschiedener Länder. In einem Würfelspiel ermitteln Sie quartalsweise das BIP und bekommen ein Gefühl für die Faktoren, die das Wachstum beeinflussen. Dazu versuchen Sie als Wirtschaftsminister in Ihrer Amtszeit eine Rezession zu verhindern und hören von Schumpeter, woran Sie die Konjunkturphase einer Depression erkennen können. Als Comicfigur laufen Sie über die in den Konjunkturphasen anwachsende und schrumpfende Berge aus Waren und Dienstleistungen und fühlen, wie sich die wirtschaftliche Lage unter Ihren Füßen verändert. Sie erfahren, wie Sie selbst die wirtschaftliche Lage mit Konjunkturindikatoren einschätzen können und ordnen in einem Konjunkturpuzzle Wirtschaftsnachrichten den passenden Konjunkturphasen und Konjunkturindikatoren zu. Sie zeichnen die vier Ziele der deutschen Wirtschaftspolitik und lernen Phillips-Kurve, Okun’sches Gesetz und aggregierte Angebotskurve kennen. Sie zeigen mit einem Papiermodell und in einem Gruppenexperiment mit Bewegung, wie sich die gesamtwirtschaftlichen Ziele des magischen Vierecks gegenseitig beeinflussen, um so die sogenannten Zielkonflikte sichtbar zu machen. Denn während manche Ziele sich gegenseitig ergänzen, stehen andere Ziele in einem Widerspruch zueinander.

Wenn ich im Radio höre, dass unser BIP um zwei Prozent gestiegen ist, was weiß ich dann mehr? In meinem Leben ändert sich doch nichts … (Nicolas, Schüler)

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Notes

  1. 1.

    Didaktischer Hinweis: Das Produkt, deshalb sagt man: das BIP.

  2. 2.

    Die Aussagekraft der Schuldenstandsquote ist begrenzt, weil der Schuldenstand (Bestandsgröße) mit dem sich jährlich ändernden BIP (Stromgröße) ins Verhältnis gesetzt wird. Deshalb sei die Defizitquote, „also das Verhältnis zwischen den beiden Stromgrößen“ Budgetdefizit und BIP besser geeignet (Beck und Prinz 2011, S. 12).

  3. 3.

    Im Jahr 2014 beträgt das BIP Spaniens ca. 1060 Mrd. € und Italiens ca. 1600 Mrd. € (Statistisches Bundesamt 2015b, Tabelle 5: Wirtschaftsleistung – Seite 1)

  4. 4.

    Ich bedanke mich bei meinen Schülern Tom Elschenbroich, Ameni Ben Hassine und Jennifer Nicolai, die das Spiel in der endgültigen Fassung noch einmal mit ihren Erfahrungen geprägt haben.

  5. 5.

    Ein Außenbeitrag von Null ist eine in der Literatur genannte Auffassung, ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht zu definieren (Neubäumer und Hewel 2001, S. 420).

  6. 6.

    Ich danke Kaan Cifci, Patrick Zeiler, Angela Mergler und Nils Jonas für ihre Anregungen zu der Darstellung des Magischen Vierecks.

  7. 7.

    Phillips entdeckte, dass die „jährliche Steigerungsrate der Nominallöhne, das heißt die Lohninflation“, negativ mit der Arbeitslosenquote korreliert (Burda und Wyplosz 2009, S. 364). Das bedeutet, dass mit steigenden Nominallöhnen zwar die Arbeitslosigkeit sinkt, jedoch das Preisniveau zeitverzögert ansteigt, sodass der Mehrwert der Nominallohnsteigerung durch die Inflation wieder aufgefressen wird, weil beispielsweise die Unternehmen die gestiegenen Lohnkosten über Preiserhöhungen an die Konsumenten weitergeben.

  8. 8.

    Genau genommen beobachtete Okun in den USA einen Rückgang der „Arbeitslosenquote um ein Prozent bei einem gleichzeitigen Wachstum des BIP in Höhe von drei Prozent oberhalb seines Potenzialwertes“ (Burda und Wyplosz 2009, S. 366). Das Produktionspotential entspricht dem tatsächlichen Bruttoinlandsprodukt, wenn die tatsächliche und die natürliche Arbeitslosenquote übereinstimmen (Dieckheuer 2001, S. 402).

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Pfannmöller, J. (2018). Konjunktur und Wachstum. In: Kreative Volkswirtschaftslehre. Springer Gabler, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-07958-1_15

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  • Publisher Name: Springer Gabler, Wiesbaden

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