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Strafrechtliche Rahmenordnung und Selbstregulierung

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Zusammenfassung

Wirtschaftskriminalität war in allen Zeitepochen ein Problem und ist kein Phänomen der Neuzeit. Die grundsätzliche Einstellung dazu hat sich jedoch im Verlauf der Zeit aufgrund verschiedener Ereignisse, insbesondere zahlreicher Skandale (u. a. Lockheed, Enron, WorldCom) grundlegend geändert. Davor wurde Wirtschaftskriminalität allgemein mehr oder weniger toleriert oder in manchen Bereichen und Ländern auch als notwendiges Übel angesehen.

Durch die Globalisierung und der damit einhergehenden Öffnung der Märkte wurde insbesondere die Korruption zunehmend als Handelshemmnis und unsichere Rechtskulturen als zu großes Risiko für Investitionen gesehen. Diese veränderte Einstellung gegenüber Wirtschaftskriminalität führte zu Rahmenordnungsbestrebungen auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. In allen bekannt gewordenen Skandalen hat neben dem kriminellen Verhalten der bilanzierenden Unternehmen und der Verantwortung der Wirtschaftsprüfer auch die Frage eine Rolle gespielt, ob die Normen des Bilanzrechts ausreichend sind, um Anleger und Gläubiger über die Lage und den Wert des Unternehmens objektiv zu informieren und ihre Ansprüche zu schützen.

In diesem Kapitel wird die strafrechtliche Rahmenordnung in Deutschland als auch Präventionsmechanismen auf der Grundlage von Marktsteuerung und Selbstregulierung beleuchtet.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.FrankfurtDeutschland
  2. 2.MünchenDeutschland
  3. 3.New YorkUSA

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