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Jungenförderung im Sport

von der Jungenarbeit im Sportunterricht zum Variablenmodell im Sport

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Männliche Selbstvergewisserung im Sport

Part of the book series: Bildung und Sport ((BUS,volume 6))

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Zusammenfassung

Der Sport ist ein Feld, das bei den allermeisten Jungen sehr beliebt ist. Zugleich bietet er günstige Bedingungen für pädagogische Interventionen, etwa durch direkte Rückmeldungen, authentische Erfahrungen oder eine hohe Dichte an sozialen Interaktionen (Neuber und Blomberg in diesem Band). So gesehen verwundert es, dass das Medium ‚Bewegung, Spiel und Sport‘ nicht häufiger für eine geschlechtsbezogene Förderung von Jungen (und Mädchen) genutzt wird. Das gilt für das außerschulische Feld der sozialen Arbeit (Blomberg in diesem Band) ebenso wie für das schulische Feld des Sportunterrichts, wie im Folgenden zu zeigen sein wird. Im Rahmen von Sportwissenschaft und Sportpädagogik wird die Förderung von Mädchen und Jungen bislang fast ausschließlich schul(sport) pädagogisch diskutiert. Das lässt sich einerseits mit dem Selbstverständnis von Sportpädagogik bzw. -didaktik als einer schulsportbezogenen Disziplin erklären (z. B. Wolters, Ehni, Kretschmer, Scherler & Weichert 2000; Bräutigam 2003; Scheid & Prohl 2012).

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Neuber, N. (2015). Jungenförderung im Sport. In: Blomberg, C., Neuber, N. (eds) Männliche Selbstvergewisserung im Sport. Bildung und Sport, vol 6. Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-06247-7_7

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