Innerparteiliche Demokratie oder Gesetz der Oligarchie?

  • Wolfgang Rudzio
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Zusammenfassung

Satzungen und Organisationsstatute der Parteien sehen eine von den Mitgliedern ausgehende Willensbildung vor. Sie folgen damit einer demokratisch-partizipativen Norm, deren Realisierbarkeit aber bezweifelt wurde und wird. Bereits 1911 kam Robert Michels in einer weltbekannten Untersuchung von drei sozialistischen Parteien, die ja damals mehr als alle anderen auf jene Norm eingeschworen waren, darunter der SPD, zu einem niederschmetternden Ergebnis: Selbst in diesen Parteien wurden die Mitglieder von oben geführt. Die Erklärungen, welche Michels lieferte: Größe der Organisation, Vorsprünge Professioneller, Führerorientierung der Massen, wirkten so eindrucksvoll, dass man bis heute von seinem »iron law of oligarchy« spricht. Ist innerparteiliche Demokratie also unmöglich, muss sie anders definiert werden, welche Bedingungen sind für sie günstig? Diese Fragen beschäftigen bis heute die Forschung. Sie leiten auch die folgenden Ausführungen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Rudzio
    • 1
  1. 1.OldenburgDeutschland

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