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Das Experiment TV-Debatte im Europawahlkampf 2014
  • Jan DinterEmail author
  • Kristina Weissenbach
Chapter

Kurzzusammenfassung

Zum ersten Mal in einem Wahlkampf zum Europäischen Parlament wurde am 15. Mai 2014 eine europaweit in den nationalen Fernsehsendern übertragene TV-Debatte veranstaltet. Der vorliegende Beitrag beschäft igt sich mit den demokratietheoretisch wünschenswerten Eff ekten von TV-Debatten und untersucht diese am Beispiel der Eurovision Debate im europäischen Kontext. Es wird versucht, die Fragen nach der mittelfristigen Wirkung der debate auf die Einstellungen sowie ‚Emotionen und Bilder von Europa‘ bei den Zuschauerinnen und Zuschauern zu beantworten. Dabei stützt sich der Aufsatz auf die Kombination von quantitativer (Fragebögen in einem Pre-Post-Design) und qualitativer (ermittelnde Gruppendiskussionen) Datenerhebung im Rahmen einer Studie mit 50 Teilnehmern an der Universität Duisburg-Essen. Die Autoren konnten so zeigen, dass die Eurovision Debate das Potenzial besitzt, ein Bild der Nähe zu produzieren und Politik über Gesichter greifb ar erscheinen zu lassen. Diese Wirkung wurde bei den Teilnehmern der Studie jedoch durch einen als gering empfundenen Informationsgrad sowie „Wut und Ärger“ über organisatorische wie gestalterische Unstimmigkeiten des Fernsehformats überlagert. So kann von einer nur gedämpft en Wirkung der Debatte ausgegangen werden.

Schlagworte

Europawahl 2014, Eurovision Debate, Europäische TV-Debatten, Demokratiedefizit, Spitzenkandidaten, Wahlkampf 

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Mitarbeiter NRW School of GovernanceUniversität Duisburg-EssenDuisburgDeutschland

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