Aufgaben der Zivilgesellschaft bei der Ausgestaltung der Freiwilligendienste

Chapter
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 44)

Zusammenfassung

Die Beurteilung, ob und inwieweit Freiwilligendienste, insbesondere der Bundesfreiwilligendienst, besondere Formen des bürgerschaftlichen Engagements sind, ist nur vor dem Hintergrund eines geklärten Verständnisses von Zivilgesellschaft möglich. Dabei hilft es weder, die Zivilgesellschaft so weit zu verstehen, dass sie letztlich beliebige Aktivitäten umfasst, noch die Zivilgesellschaft auf kleinste Assoziationen zu beschränken, denen man eine besondere Kreativität und Unabhängigkeit unterstellt. Es kommt vielmehr darauf an, die Anforderungen an zivilgesellschaftliche Akteure zu beschreiben und die wesentlichen Prinzipien und Funktionen der Zivilgesellschaft als Ausdruck bürgerlicher Freiheit zu verstehen. Dann kann den einzelnen Akteuren überlassen bleiben, ob sie sich als zivilgesellschaftliche Akteure verstehen, ohne in die Beliebigkeit abzugleiten, weil die „Zivilität der Zivilgesellschaft“ für sie verbindlich bleibt. Vor diesem Hintergrund ist es dann auch möglich, Freiwilligendienste und die Gefahren, die ihnen drohen, aus zivilgesellschaftlicher Perspektive zu beurteilen.

Schlüsselwort

Partizipation und Emanzipation Wertschöpfung Innovation Solidarisierung Verzweckung Arbeitsmarktneutralität 

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutscher Caritasverband e. V.BerlinDeutschland

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