Freiwilligendienste aus Sicht der Kommunen

Chapter
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 44)

Zusammenfassung

Die Strukturen für mehr Freiwilligkeit und Ehrenamt in der Gesellschaft bereitzustellen und für deren Nutzung und Etablierung zu werben sowie für eine Sensibilisierung des bereits bestehenden Engagements zu sorgen ist eine kommunale Aufgabe, die eine bedarfsgerechte Ausstattung mit Finanzmitteln auf allen Ebenen voraussetzt. Aus kommunaler Sicht sind die temporäre Aufhebung der Kontingentierung beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) und die bedarfsgerechte Anpassung der finanziellen Ausstattung aller Freiwilligendienste eine Grundvoraussetzung für die Verankerung von diesen ehrenamtlichen Formaten in der Gesellschaft. Zudem muss sichergestellt werden, dass die Arbeitsmarktneutralität in jedem Fall gewahrt bleibt und eine sichtbare Abgrenzung zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen bzw. Instrumenten gegeben ist. Weiterhin ist für die Kommunen wichtig, dass es zu keinen Zuschusskürzungen in der Etablierungsphase kommt sowie in der pädagogischen Begleitung nach Möglichkeit die Differenzierung in U27 und Ü27 nicht mehr vorgenommen wird. Das BAFzA (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben), als (kommunale) Zentralstelle, soll weiterhin bestehen bleiben, zukünftig sind bei der Platzvergabe neben dem „Windhundprinzip“ allerdings Alternativlösungen notwendig.

Schlüsselwort

Altersöffnung Bildungs- und Orientierungszeit Bundesfreiwilligendienst Kultur der Freiwilligkeit pädagogische Begleitung sozialer Mehrwert 

Literatur

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutscher StädtetagBerlinDeutschland

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