Politische Kultur

Chapter

Zusammenfassung

Entstanden ist die politische Kulturforschung als ein selbständiger Zweig der Politikwissenschaft nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs aus dem Interesse an den Bedingungen der Möglichkeit stabiler Demokratien. Ihre leitende Frage lautet, welche kulturellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit politische Systeme dauerhaft funktionieren. Damit trifft sie eine Grundunterscheidung zwischen politischen Strukturen, Institutionen und Verfahren auf der einen Seite und in der Bevölkerung verbreiteten politischen Einstellungen, Haltungen, Gefühlen und Bewertungen auf der anderen und wirft die Frage auf, ob und inwieweit politische Systeme zu ihrer Stabilität der kulturellen Unterstützung durch die Bevölkerung bedürfen (Plasser/Ulram/Waldrauch 1997).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Almond, Gabriel A. und Verba, Sidney (1963): The Civic Culture. Political Attitudes in Five Democracies. Princeton, NJ: Princeton University Press.Google Scholar
  2. Corporatión Latinobarómetro (2008): Report. Online verfügbar unter http://www.latinobarometro.org.
  3. Jowitt, Ken (1992): New World Disorder: The Leninist Extinction. Berkeley, CA: University of California Press.Google Scholar
  4. Nolte, Detlef (2008): Demokratien auf schwachem sozialen Fundament. In Llanos, Mariana; Nolte, Detlef und Oettler, Anika: Demokratien auf schwachem sozialen Fundament, Informationen zur politischen Bildung: Lateinamerika. Nr. 300, 3. Quartal, 43–60.Google Scholar
  5. Merkel, Wolfgang (2007): Gegen alle Theorie? Die Konsolidierung der Demokratie in Osteuropa. Politische Vierteljahresschrift 48: 413–433.CrossRefGoogle Scholar
  6. Mishler, William, und Pollack, Detlef (2003): On Culture, Thick and Thin: Toward a Neo-Cultural Synthesis. In Pollack, Detlef; Jacobs, Jörg; Müller, Olaf und Pickel, Gert (Hrsg.): Political Culture in Post-Communist Europe. Attitudes in New Democracies. Farnham: Ashgate, S. 237–256.Google Scholar
  7. Plasser, Fritz;Ulram, Peter A. und Waldrauch (1997): Politischer Kulturwandel in Ost-Mitteleuropa: Theorie und Empirie demokratischer Konsolidierung. Opladen: Leske + Budrich.Google Scholar
  8. Political Culture in Central and Eastern Europe (2000): Umfrage, durchgeführt am Lehrstuhl für vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Frankfurt (Oder). Vgl. Pickel, Gert;Google Scholar
  9. Pollack, Detlef; Müller, Olaf und Jacobs, Jörg (Hrsg.) (2006): Osteuropas Bevölkerung auf dem Weg in die Demokratie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  10. Pollack, Detlef (2008): Demokratieakzeptanz in postkommunistischen Staaten. Befunde der politischen Kulturforschung. In ; Veen, Hans-Joachim; Mählert, Ulrich, und Schlichtung, Franz-Josef (Hrsg.): Parteien in jungen Demokratien. Zwischen Fragilität und Stabilisierung in Ostmitteleuropa. Köln: Böhlau, S. 37–53.Google Scholar
  11. Rohe, Karl (1994): Politische Kultur. Zum Verständnis eines theoretischen Konzepts. In Niedermayer, Oskar;Beyme, Klaus von (Hrsg.): Politische Kultur in Ost- und Westdeutschland. Opladen: Leske + Budrich, S. 1–21.Google Scholar
  12. Tismaneanu, Vladimir (2007): Leninist Legacies, Pluralist Dilemmas. Journal of Democracy 18(4): 34-39.Google Scholar
  13. Verba, Sidney (1965): Comparative Political Culture. In Pye, Lucian W. und Verba, Sidney (Hrsg.): Political Culture and Political Development. Princeton, NJ: Princeton University Press, S. 513–560.Google Scholar
  14. Wiesenthal, Helmut (1996): Die Transition Ostdeutschlands. Dimensionen und Paradoxien eines Sonderfalls. In Wiesenthal, Helmut (Hrsg.): Einheit als Privileg. Vergleichende Perspektiven auf die Transformation Ostdeutschlands. Frankfurt a. M.: Campus, S. 10–38.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Westfälische Wilhelms-Universität MünsterMünsterDeutschland

Personalised recommendations