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Controlling im Sport

  • Lutz Thieme
  • Dirk Mazurkiewicz
  • Markus Klepzig
Chapter
Part of the Springer NachschlageWissen book series (SNW)

Zusammenfassung

Grundlage der Wertschöpfung in der Sportbranche ist die marktbezogene sportliche Leistung. Aufbauend lassen sich verschiedene Wertschöpfungsstufen differenzieren. Je näher die Produkte und Dienstleistungen am Ausgangspunkt der Wertschöpfungskette anzusiedeln sind, umso branchenspezifischer sind die Anforderungen an das Controlling der Sportorganisationen. Innerhalb der Sportbranche lassen sich vier Organisationstypen (ideelle Sportvereine, Sportvereine im Zuschauersport, Sportverbände und öffentliche Sportverwaltungen) unterscheiden, welche aufgrund der branchenspezifischen Besonderheiten in den Funktionsbereichen und den vorherrschenden Wettbewerbs- und Produktionsbedingungen Relevanz für das Controlling besitzen. Beispielhaft sind bei Sportvereinen die besondere Form der Ressourcenbeschaffung, die Kooperenz von Klubs im Zuschauersport oder die Dominanz von Sachzielen gegenüber des ökonomischen Gewinnstrebens zu nennen. Der Einsatz von Controllinginstrumenten ist bei den genannten Organisationen aufgrund divergierender Bedürfnisse verschieden stark ausgeprägt. Der Bedarf wird nicht zuletzt auch aus der Organisationsgröße sowie der Wertschöpfungskomplexität abgeleitet.

Schlüsselwörter

Sportbranche Wertschöpfung Strategisches Management Effizienz 

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Authors and Affiliations

  • Lutz Thieme
    • 1
  • Dirk Mazurkiewicz
    • 1
  • Markus Klepzig
    • 1
  1. 1.Hochschule Koblenz/RheinAhrCampus RemagenInstitut für Sportmanagement und Sportmedizinische TechnikRemagenDeutschland

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