Öffentliches und Privates (in der liberalen Tradition?)

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Zusammenfassung

Zweifellos wurde im Zusammenhang mit Untersuchungen zur Geschlechtergerechtigkeit die gesellschaftliche Einteilung in Privates und Öffentliches zur zentralen Forschungsfrage der feministischen Theorien erhoben. Grund dafür ist, dass in erster Linie die Frauen auf „[…] ‚typisch weibliche‘ Handlungsbereiche wie Hausarbeit, reproduktive Tätigkeiten, Pflege und Sorge um den Nachwuchs, […]“ und Sorge um die Kranken und die Betagten beschränkt wurden, also auf die ‚private‘ Domäne; man wollte die Frauen vom öffentlichen Leben beziehungsweise der bestehenden Ordnung des Staates fernhalten (diess., S. 122). Diese Einstellung betrachtete man in der Vergangenheit und teilweise bis heute als wertorientiert. Mit diesen Werten geht eine Diskriminierung der Frauen einher, denn die Frauen wurden mit dieser Haltung von der Öffentlichkeit ferngehalten. Dies wird kritisiert, da es keinerlei hier vertretenen und später erläuterten Gerechtigkeitsvorgaben entspricht.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität PassauPassauDeutschland

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