Gerechtigkeits- und (Un)gleichheitsverständnis in der Geschichte der Politischen Theorie

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Zusammenfassung

Ausgehend von diesem Zitat von Charles Taylor in seinem Buch „Quellen des Selbst“ (1996), ist es verständlich, dass die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern mit der Evolution, in den letzten 3000 Jahren mit der Sozialisation und nicht zuletzt mit der Entwicklung der Zivilisation zusammenhängt. Die Menschen leben nicht ausschließlich im hier und jetzt; das was sie sind ist ein Ergebnis der Entwicklung über Jahrtausende. Auch wenn heute die Lebensgestaltung bereits ab der Geburt oder auch im Erwachsenenalter viele Freiheiten zu haben scheint, ist dieser Freiraum nur aufgrund der vorausgegangenen Entwicklung möglich. Noch immer bestimmt der Ort, in den man hineingeboren wird, große wenn nicht gar die größten Anteile der Chancen, die man im Verlauf des Lebens wahrnehmen kann. So sind bei einem Kind, welches beispielsweise in einem indigenen Volk in Afrika geboren wird und keine Chancen zum Erwerb einer Schulbildung hat, die Chancen das Leben vielfältig zu gestalten, geringer, die Optionen also kleiner, als bei einem beispielsweise in Mitteleuropa geborenen Kind.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität PassauPassauDeutschland

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