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Walzer: Vorstellungen zur Rolle der Frau

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Zusammenfassung

Bereits in dem Untersuchten zu Michael Walzers „Sphären der Gerechtigkeit“ (1992) ist erwähnt worden, dass die Gemeinschaft bei Walzer aufgrund ihrer gemeinsamen Vorstellung den Wert der Güter bestimmt. Auch soziale Güter wie Familie, Kinder oder auch die Vorstellung der Verteilung der Tätigkeiten und deren Begründungen spielen hierbei eine Rolle. Die Begründungen liegen in den Wert- und Moralvorstellungen einer Gemeinschaft und demnach werden auch die Prinzipien festgelegt. Die von Walzer mit dem Ziel der Gerechtigkeit geforderte „komplexe Gleichheit“ soll nun die Dominanz von bestimmten Gütern verhindern, um Gerechtigkeit zu sichern. Seine Trennung des gesellschaftlichen Lebens in Sphären, in denen die Güter jeweils nach unterschiedlichen Prinzipien verteilt werden, sieht elf Sphären vor, die klar gegeneinander abgegrenzt sein sollen. Walzer fordert, dass alle Güter entsprechend ihren gesellschaftlichen Bedeutungen ihrer Sphäre zugeteilt werden. Im Vordergrund stehen beispielsweise das Bedürfnis des Einzelnen für die Sphäre „Sicherheit und Wohlfahrt“, aber auch das Verdienst für die Sphäre der „Anerkennung“. Damit will er verhindern, dass der Erfolg in einem gesellschaftlichen Bereich zum Erfolg in einem anderen Bereich führt. Da hierbei die Gemeinschaft mit ihrem Güterwert und Verteilungsmodus im Mittelpunkt steht, kann von einem kommunitaristischen Ansatz gesprochen werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität PassauPassauDeutschland

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