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Vereinbarkeit von Freiheit, Autonomie, Gleichheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung

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Zusammenfassung

Hier wird zunächst davon ausgegangen, dass distributive Gleichheit unter anderem ein Mittel zur Freiheitssicherung sein kann, denn der Bezug auf Freiheit im Sinne der grundlegenden Autonomie, seine Form des Lebens selbst zu bestimmen, stellt die Vereinbarkeit von Gleichheit und Differenz her. Um diese zu erreichen, kann auch ein autonomieorientierter politischer Liberalismus herangezogen werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Freiheit der Selbstbestimmung, also die Lebensgestaltung selbst bestimmen zu können. Wenn damit eine individualisierte Selbstbestimmung gemeint ist, entspricht dies nach Auffassung von Isaiah Berlin einem positiven Freiheitsbegriff (ders. 1969, S. 121 ff). Positive Freiheit hängt demnach also mit dem Bedürfnis nach individueller Selbstbestimmung zusammen. Selbstbestimmung könnte jedoch auch mit dem Konzept der negativen Freiheit interpretiert werden, also mit der Abwesenheit von Einschränkungen. So betrachtet unterliegt die Idee der Selbstbestimmung der Vorstellung einer Zweiteilung des Selbst; ein Teil davon herrscht mittels der negativen Freiheit oder eben einem großen Maß individueller Selbstbestimmung und ein anderer wird beherrscht (Berlin 1969, S. 131 f). Der dominierende Teil kann dann als das „ideale“, „vernünftige“ Selbst bezeichnet werden. Über die Kontrolle unserer Impulse, Begehren und Wünsche zeigt sich demnach unsere „wahre Natur“ oder Bestimmung.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität PassauPassauDeutschland

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