Einleitung

Chapter

Zusammenfassung

Sowohl in der politischen Theorie als auch in den Sozialwissenschaften sind Fragen der Selbstbestimmung und der Gerechtigkeit Leitideen, denn sie regeln das gesellschaftliche Zusammenleben und machen Vorschläge, wie es angeordnet werden kann. Es gibt keine Gesellschaft, die nicht in irgendeiner Weise für sich beansprucht, oder dies zumindest nach außen vorgibt, gerecht zu sein. Der Erreichung eines bestimmten Zieles werden vielfach eine entsprechende Gerechtigkeitskonzeption und ein daraus folgendes Gesellschaftskonstrukt erst nachträglich zugrunde gelegt. Dabei wird von Voraussetzungen ausgegangen, aufgrund dessen Menschen in festgelegten Bereichen gleich behandelt werden sollen, mit dem Ziel, ein höheres Maß an Gerechtigkeit zu erreichen. Die Sphären, die für den Versuch der Gleichbehandlung herangezogen werden, zeigt die Analyse des Verlaufes des politischen Denkens beziehungsweise die Rolle der Frauen darin. Dies bildet eine Grundlage, auf der sowohl die heutige Struktur der Gesellschaft als auch die jeweils gültigen Gerechtigkeitsauffassungen und möglichen Sphären aufgebaut haben. Es erweist sich, dass in der ganzen Entwicklung bis heute vielfach genau die Menschen nicht beachtet werden, die in den relevanten Belangen nicht „gleich“ sind. Sie erfahren in den benachteiligten Bereichen wenig Anerkennung. Dies betrifft viele mehr oder minder unterdrückte Gruppen der Gesellschaft, zu denen auch Frauen gehören, da sie aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung oft nicht in die von Männern geprägten gesellschaftlichen Maßstäbe passen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität PassauPassauDeutschland

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