Die Rede des Königs mit Gramsci

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Zusammenfassung

Der Name des italienischen Philosophen und Politikers Antonio Gramsci ist in der Politikwissenschaft bis heute mit wichtigen analytischen Begrifflichkeiten verbunden. Die so genannten Gefängnishefte stellen bis heute eine Sammlung unterschiedlicher Überlegungen dar, welche um die politischen Veränderungen in Italien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kreisen. Mit seinen Schriften beeinflusste er nicht nur die Studentenbewegung und linke Intellektuelle in den 1960er und 70er Jahren, die soziale Alternativen abseits des Stalinismus suchten, sondern wurde Anfang der 1980er Jahreauch zu einer Inspirationsquelle der Internationalen Beziehungen. Am bekanntesten sind die Begriffe der Hegemonie und des Historischen Blocks. Dieser Beitrag möchte sich jedoch dem Begriff des organischen Intellektuellen zuwenden, welchen Gramsci vom Begriff des traditionellen Intellektuellen unterscheidet. In dem Begriff wird die schwierige Beziehung zwischen Subjekt und Objekt, d. h. zwischen dem handelnden Individuum und seiner Außenwelt deutlich. Dieses Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt bezeichnet Gramsci als ein dialektisches. Dieser Beitrag wird durch den Begriff des organischen Intellektuellen Überlegungen zum dialektischen Denken illustrieren. Zudem dient der Begriff dazu, in die Begriffe Hegemonie und Historischer Block einzuführen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PolitikwissenschaftUniversität MünsterMünsterDeutschland

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