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Agenda-Setting-Effekte durch Wahlwerbung im Radio

  • Peter Brück
Chapter

Zusammenfassung

Mit der Agenda-Setting-Hypothese verfügt die Medienwirkungsforschung über einen Ansatz, der die politische Kommunikation in besonderer Weise beeinflusst. Was McCombs und Shaw 1972 in ihrer Chapel-Hill-Studie zur Einflussnahme der Massenmedien auf politische Agenda und Einstellung gegenüber Politikinhalten formulierten, hat im Kern bis heute Gültigkeit: Diejenigen Themen, die in der massenmedialen Berichterstattung besonders herausgestellt werden, werden von den Bürgern als die am meisten drängenden Problemfelder wahrgenommen, deren Lösung durch die Politik am dringlichsten erscheint – umgekehrt erscheinen Themen mit geringerem Stellenwert in der Berichterstattung der Bevölkerung als weniger bedeutend. Die Prominenz von Themen in den Massenmedien generiert also eine Wichtigkeitszuschreibung beim Publikum. Nach aktueller Definition verläuft Agenda-Setting in mehreren Stufen beziehungsweise auf mehreren Ebenen. Der Effekt, wonach die Massenmedien durch Häufigkeit, Platzierung und Aufmachung beeinflussen können, welche Themen von den Rezipienten als besonders wichtig angesehen werden, wird First-Level-Effect (auch: First-Level-Agenda-Setting) genannt.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  • Peter Brück
    • 1
  1. 1.MünsterDeutschland

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