Advertisement

Genossenschaften in Zeiten raschen Wandels – Chancen einer nachhaltigen Organisationsform

Chapter
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 41)

Zusammenfassung

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Genossenschaften immer dann besonders gefordert und erfolgreich waren, wenn es galt, raschen Wandel zu bewältigen; der Begriff des Wandels ist dabei durchaus nicht zu eng zu fassen – so umfasst er wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder auch technologischen Wandel (Röpke 1992; Sundhaussen 1993; Brockmeier 2007). Genossenschaften besitzen offenkundig eine besondere Attraktivität und Problemlösungskompetenz immer dann, wenn es darauf ankommt, große Herausforderungen zu bewältigen, von denen sich der oder die Einzelne überfordert fühlt. Vor diesem Hintergrund mag die Fragestellung nahe liegen, ob nicht auch der Klimawandel eine solche Herausforderung sein kann, zu deren Bewältigung gerade Genossenschaften in besonderer Weise beitragen könnten. Eben diese Fragestellung berührt den Kern des (Verbund-) Forschungsprojektes „Solidarische Stadt“, welches zugleich Basis und Hintergrund wie letztlich auch Gegenstand des vorliegenden Sammelbandes ist, zu dem mit diesem Beitrag ein Baustein geliefert werden soll.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Atmaca, D. 2007. Produktivgenossenschaften – zwischen Utopie und Realismus. In: Brockmeier, T. & Ulrich, F. (Hrsg.). Volkswirtschaftliche Theorie der genossenschaftlichen Kooperation. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen, 509–616.Google Scholar
  2. Atmaca, D. 2002. Kooperation im Wettbewerb, Kontinuität im Wandel. Identität und Erfolg der produktivgenossenschaftlichen Organisationsform. Shaker Verlag. Aachen.Google Scholar
  3. Atmaca, D. 2000. Kontinuität und Wandel einer Organisationsform: die gewerblichen Produktivgenossenschaften. In: Hagedorn, K. & Eisen, A. (Hrsg.). Lernstücke. Genossenschaften in Ostdeutschland. Ed. Sigma. Berlin, 139–172.Google Scholar
  4. Ashby, W. R. 1956. An Introduction to Cybernetics. Chapman & Hall. New York.Google Scholar
  5. Benda, E. 1991. 40 Jahre Grundgesetz – Geleitwort. In: Hesselberger, D. (Hrsg.). Das Grundgesetz. Kommentar für die politische Bildung (unter Mitarbeit von Helmut Nörenberg). Hermann Luchterhand Verlag. Neuwied und Frankfurt a. M., V–VIII.Google Scholar
  6. Blank, E. 2001. Sustainable Development. In: Burschel, C. (Hrsg.). Lexikon Nachhaltiges Wirtschaften. Oldenbourg Wissenschaftsverlag. München/ Wien, 374–385.Google Scholar
  7. Brinkmann, C./Schulz, S. 2011. Die Energie. Genossenschaft – ein kooperatives Beteiligungsmodell (working paper der TU Dortmund vom Oktober 2011). Dortmund.Google Scholar
  8. Brockmeier, T./Fehl, U. (Hrsg.) 2007. Volkswirtschaftliche Theorie der genossenschaftlichen Kooperation (Lehr- und Handbuch). Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen.Google Scholar
  9. Brockmeier, T. 2007. Wirtschaftsordnung und Genossenschaften. Ordnungs-, transformations- und wettbewerbstheoretische Überlegungen. In: Brockmeier, T. & Fehl, U. (Hrsg.). Volkswirtschaftliche Theorie der genossenschaftlichen Kooperation. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen, 619–740.Google Scholar
  10. Brockmeier, T. 2007a. Zur Reform des deutschen Genossenschaftsgesetzes – frischer Wind durch das Statut der Europäischen Genossenschaft (SCE). In: Brockmeier, T. & Fehl, U. (Hrsg.). Volkswirtschaftliche Theorie der genossenschaftlichen Kooperation. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen, 831–894.Google Scholar
  11. Brockmeier, T. 1998. Wettbewerb und Unternehmertum in der Systemtransformation. Das Problem des institutionellen Interregnums im Prozess des Wandels von Wirtschaftssystemen. Lucius & Lucius. Stuttgart.Google Scholar
  12. DGRV/ AfEE. 2012. Energiegenossenschaften. Bürger, Kommunen und lokale Wirtschaft in guter Gesellschaft. Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband und Agentur für Erneuerbare Energien. Berlin.Google Scholar
  13. DGRV und Agentur für Erneuerbare Energien (Hrsg.). 2012: Energiegenossenschaften. Bürger, Kommunen und lokale Wirtschaft in guter Gesellschaft. Berlin.Google Scholar
  14. Draheim, G. 1952. Die Genossenschaft als Unternehmungstyp. Vandenhoek & Ruprecht. Göttingen.Google Scholar
  15. Dülfer, E. 1986. Von der „Doppelnatur“ der Genossenschaft zur systemtheoretischen Sicht des Kooperativs. In: Laurinkari, J. (Hrsg.). Die Prinzipien des Genossenschaftswesens in der Gegenwart. Forschungsinstitut für Genossenschaftswesen. Nürnberg, 29–44.Google Scholar
  16. Dülfer, E. 1995. Betriebswirtschaftslehre der Genossenschaften und vergleichbarer Kooperative. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen.Google Scholar
  17. Erlei, M./Leschke, M./Sauerland, D. 1999. Neue Institutionenökonomik. Schäffer-Poeschel Verlag. Stuttgart.Google Scholar
  18. Enquete-Kommission. 1994. Die Industriegesellschaft gestalten. Perspektiven für einen nachhaltigen Umgang mit Stoff- und Materialströmen. Bericht der Enquete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt – Bewertungskriterien und Perspektiven für umweltverträgliche Stoffkreisläufe in der Industriegesellschaft“ des 12. Deutschen Bundestages. Bonn.Google Scholar
  19. Enquete-Kommission. 1998. Konzept Nachhaltigkeit: Vom Leitbild zur Umsetzung. Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt – Ziele und Rahmenbedingungen einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung“ des 13. Deutschen Bundestages. Bonn.Google Scholar
  20. Eschenburg, R. 1988. Systemüberwindung oder Systemergänzung durch Genossenschaften: Gegensätzliche Positionen in der frühen wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion um GenosGoogle Scholar
  21. senschaften. Arbeitspapier des Instituts für Genossenschaftswesen der Westfälischen Wilhelms- Universität. Münster.Google Scholar
  22. Flieger, B. 2011. Energiegenossenschaften – Eine klimaverantwortliche, bürgernahe Energiewirtschaft ist möglich. In: Elsen, S. (Hrsg.). Solidarische Ökonomie und die Gestaltung des Gemeinwesens – Perspektiven und Ansätze der ökosozialen Transformation von unten. AG Spak. Neu-Ulm, 315–338.Google Scholar
  23. Flieger, B. o. J. Neue Energiegenossenschaften als Pioniere einer nachhaltigen Energiewirtschaft. In: Energiewende jetzt! Projektentwickler/in für Energiegenossenschaften. INNOVA EG, Dortmund.Google Scholar
  24. Genossenschaftsverband. 2008. Regionale Energieversorgung. Bd. 2. Regionales Zukunftsmanagement. Genossenschaftsverband Frankfurt für Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen. Frankfurt.Google Scholar
  25. Hanel, A. 1992. Genossenschaftsbegriff und Genossenschaftsarten. In: Marburg Consult für Selbsthilfeförderung eG (Hrsg.). Genossenschaftliche Selbsthilfe und struktureller Wandel. Marburg, 34–47.Google Scholar
  26. Hauff, V. 1987. Unsere gemeinsame Zukunft: der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Greven.Google Scholar
  27. v. Hayek, F.A. 1983. The Weasel-Word `Social´. Salisbury Review, Vol. 2, No.1, 4–5.Google Scholar
  28. Henzler, R. 1957. Die Genossenschaft – eine fördernde Betriebswirtschaft. Girardet. Essen.Google Scholar
  29. Hettlage, R. 1987. Genossenschaftstheorie und Partizipationsdiskussion. Vandenhoek & Ruprecht. Göttingen.Google Scholar
  30. Hünecke, K./Wiegmann, K. 2008. Nachhaltige energiewirtschaftliche Entwicklung von Städten und Regionen. In: George, W. & Bonow, M. (Hrsg.). Regionales Zukunftsmanagement. Band 2: Energieversorgung. Dustri. Lengerich, 203- 218.Google Scholar
  31. Klose, H. 1998. Zusatzgrundkapital bei eingetragenen Genossenschaften. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen.Google Scholar
  32. König, F. 2001. Geschichte und Gegenwart – bayrische Stromgenossenschaften als Kooperationsmodell. In: Bundesverband zur Förderung des Genossenschaftsgedankens (Hrsg.). Genossenschaftliche Informationen. Heft 2/2001, Bonn.Google Scholar
  33. Münkner, H.-H. (Hrsg.). 1995. Economie Sociale aus deutscher Sicht (Marburger Beiträge zum Genossenschaftswesen, Nr. 30). Universität Marburg Institut für Genossenschaftswesen. Marburg.Google Scholar
  34. Nutzinger, H. G./Radke, V. 1995. Das Konzept der nachhaltigen Wirtschaftsweise – historische, theoretische und politische Aspekte. In: Nutzinger, H. G. (Hrsg.). Nachhaltige Wirtschaftsweise und Energieversorgung. Metropolis Verlag. Marburg, 13–50.Google Scholar
  35. Olson, M. J. 1968. Die Logik des kollektiven Handelns. Kollektivgüter und die Theorie der Gruppen. Mohr Siebeck. Tübingen.Google Scholar
  36. Richter, R./Furubotn, E. G. 2003. Neue Institutionenökonomik: eine Einführung und kritische Würdigung. Mohr Siebeck. Tübingen.Google Scholar
  37. Röpke, J. 1977. Die Strategie der Innovation. Eine systemtheoretische Untersuchung der Interaktion von Individuum, Organisation und Markt im Neuerungsprozess. Mohr Siebeck. Tübingen.Google Scholar
  38. Röpke, J. 1992. Wirtschaftlicher Wandel und genossenschaftliches Unternehmertum. In: Marburg Consult (Hrsg.). Genossenschaftliche Selbsthilfe und struktureller Wandel. Marburg, 13–33.Google Scholar
  39. Scharp, M. 2006. Was denken Wohnungsunternehmen über das Thema „Nachhaltige Wohnungswirtschaft“? Materialien zum 28. Diskussionsforum Ökobilanzen: „Bauen-Wohnen-Lebensstile“; Vortrag an der ETH Zürich am 27. März 2006.Google Scholar
  40. Schreiter, C. 2007. Beruht die geringe Verbreitung von Produktivkooperativen in Marktwirtschaften auf einem Irrtum der Evolution? In: Brockmeier, T. & Fehl, U. (Hrsg.). Volkswirtschaftliche Theorie der genossenschaftlichen Kooperation. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen, 591–616.Google Scholar
  41. Schreiter, C. 1994. Evolution und Wettbewerb von Organisationsstrukturen. Ein evolutions-ökonomischer Beitrag zur volkswirtschaftlichen Theorie der Unternehmung. Marburger Schriften zum Genossenschaftswesen, Band 78. Vandenhoeck & Ruprecht. Göttingen.Google Scholar
  42. Schüller, A. (Hrsg.). 1983. Property Rights und ökonomische Theorie. Vahlen Franz. München.Google Scholar
  43. Steimle, U. 2008. Ressourcenabhängigkeit und Nachhaltigkeitsorientierung von Unternehmen. Metropolis- Reihe „Wirtschaftswissenschaftliche Nachhaltigkeitsforschung“. Band 5. Metropolis. Marburg.Google Scholar
  44. Stöhr, M. 2008. Kooperationen und Strukturen für eine regionale Energieversorgung. In: George, W. & Bonow, M. (Hrsg.). Regionales Zukunftsmanagement, Band 2: Energieversorgung. Dustri. Lengerich, 55–71.Google Scholar
  45. Sundhaussen, H. 1993. Zur Bedeutung der Genossenschaften in Vergangenheit und Gegenwart Osteuropas (Einführung). In: Oberländer, E. & Lemberg, H. & Sundhaussen, H. (Hrsg.). Genossenschaften in Osteuropa. Alternative zur Planwirtschaft? Schriftenreihe der Akademie Deutscher Genossenschaften. Band 10. Deutscher Genossenschafts-Verlag eG. Wiesbaden, 5–12.Google Scholar
  46. Valentinov, V. 2012. Toward a holistic nonprofit economics: insights from institutionalism and systems theory. Journal of Bioeconomics. Vol. 14, No. 1, 77–89.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

Personalised recommendations