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Genossenschaftliche Partizipationsstrukturen als Teil der besonderen Handlungsmöglichkeiten im Klimaschutz – Partizipation in Genossenschaften und im Nachhaltigkeitsdiskurs

Chapter
Part of the Bürgergesellschaft und Demokratie book series (BÜD, volume 41)

Zusammenfassung

Genossenschaften haben als kollektive Zusammenschlüsse besondere Handlungsmöglichkeiten, um Klimaschutz in Städten voranzutreiben, so lautete die Hypothese, die im Forschungsprojekt Solidarische Stadt untersucht wurde. Um diese Aussage auf ihre Stichhaltigkeit hin zu überprüfen, wurde auch der Bereich Partizipation untersucht, denn zu den Grundprinzipien genossenschaftlicher Verfasstheit gehört das Demokratieprinzip, das allen Mitgliedern ohne Unterschied gleiche Mitwirkungsrechte garantiert. Zugleich gehört es auch zu den Grundüberzeugungen der Nachhaltigkeitspolitik, dass Partizipation ein Schlüssel für eine gerechte und zukunftsfähige Welt ist, die gleichermaßen die ökologische, ökonomische und soziale Dimension von Nachhaltigkeit entwickelt. Die zentrale Stellung, die Partizipation und Demokratie im Wertehorizont und im normativen Konzept sowohl von Nachhaltigkeit als auch von Genossenschaft einnehmen, gab den Anstoß dazu, zu untersuchen, ob sich aus dieser Übereinstimmung eine besondere Passung und damit besondere genossenschaftliche Handlungsmöglichkeiten im Klimaschutz ergeben. Nachhaltigkeit ist in dieser These auf Klimaschutz verengt, der ein besonders herausgehobenes Problemfeld nachhaltiger Entwicklung darstellt, um den weiten Begriff der Nachhaltigkeit in einem Handlungsfeld zu konkretisieren.

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Authors and Affiliations

  1. 1.nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbHBerlinDeutschland

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