Advertisement

Sinn und Gedächtnis

  • Gerd SebaldEmail author
Chapter
Part of the Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen – Memory Studies book series (SGEVMS)

Zusammenfassung

Der Ausgangspunkt des Beitrags sind die Differenzen in den theoretischen Grundlagen der Forschungen zu sozialen Gedächtnissen, einerseits die von Jeffrey Olick am Verständnis des Kulturbegriffs festgemachte Kluft zwischen subjektivem und objektiv-symbolischem Verständnis von sozialen Gedächtnissen und andererseits die Differenz zwischen interaktionsbasierten und differenzierungstheoretischen Ansätzen. Eine Überbrückung dieser Differenzen kann nur auf einer entsprechend abstrakteren, grundbegrifflich neu zu justierenden Ebene gelingen. Hierfür schlage ich die Begriffe Generalisierung, Sinn und Situation vor entwickle einen für die Gedächtnisforschung geeigneten Sinnbegriff.

Literatur

  1. Assmann, J. (1988). Kollektives Gedächtnis und kulturelle Identität. In J. Assmann & T. Hölscher (Hrsg.), Kultur und Gedächtnis (S. 9–19). Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  2. Assmann, J. (1999). Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen (1. Aufl.). München: Beck.Google Scholar
  3. Assmann, J., & Assmann, A. (1994). Das Gestern im Heute. Medien und soziales Gedächtnis. In K. Merten, S. J. Schmidt, & S. Weischenberg (Hrsg.), Die Wirklichkeit der Medien (S. 114–140). Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  4. Bourdieu, P. (1990). Was heißt Sprechen. Die Ökonomie des sprachlichen Tauschs. Wien: Braumüller.Google Scholar
  5. Connerton, P. (1989). How societies remember. Cambridge: Cambridge University Press.CrossRefGoogle Scholar
  6. Dépelteau, F. (2008). Relational thinking: A critique of co-deterministic theories of structure and agency. Sociological, 26, 51–73.Google Scholar
  7. Emirbayer, M. (1997). Manifesto for a relational sociology. American Journal of Sociology, 103, 281–317.CrossRefGoogle Scholar
  8. Esposito, E. (2002). Soziales Vergessen. Formen und Medien des Gedächtnisses der Gesellschaft. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  9. Gurwitsch, A. (1977). Die mitmenschlichen Begegnungen in der Milieuwelt. Berlin: de Gruyter.Google Scholar
  10. Heidegger, M. (2001). Sein und Zeit. Tübingen: Niemeyer.Google Scholar
  11. Husserl, E. (1999). Erfahrung und Urteil. Untersuchungen zur Genealogie der Logik. Hamburg: Meiner.Google Scholar
  12. Khurana, T. (2007). Sinn und Gedächtnis. Die Zeitlichkeit des Sinns und die Figuren ihrer Reflexion. München: Fink.Google Scholar
  13. Kogge, W. (1999). Semantik und Struktur. Eine „alteuropäische“ Unterscheidung in der Systemtheorie. In A. Reckwitz & H. Sievert (Hrsg.), Interpretation, Konstruktion, Kultur. Ein Paradigmenwechsel in den Sozialwissenschaften (S. 67–99). Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  14. Lyotard, J.-F. (1989). Der Widerstreit. München: Fink.Google Scholar
  15. Lyotard, J.-F. (1999). Das postmoderne Wissen: Ein Bericht. Wien: Passagen.Google Scholar
  16. Marx, K., & Engels, F. (1969). Die deutsche Ideologie. Kritik der neuesten deutschen Philosophie in ihren Repräsentanten Feuerbach, B. Bauer und Stirner und des deutschn Sozialismus in seinen verschiedenen Propheten (S. 529–530). Berlin: Dietz.Google Scholar
  17. Nietzsche, F. (1988). Unzeitgemäße Betrachtungen. Zweites Stück: Vom Nutzen und Nachtheil der Historie für das Leben. In G. Colli & M. Montinari (Hrsg.), Friedrich Nietzsche, Kritische Studienausgabe (S. 243–334). München: dtv/de Gruyter.Google Scholar
  18. Olick, J. K. (1999). Collective memory. The two cultures. Sociological Theory, 17, 333–348.CrossRefGoogle Scholar
  19. Renn, J. (2006). Übersetzungsverhältnisse. Perspektiven einer pragmatischen Gesellschaftstheorie. Weilerswist: Velbrueck Wissenschaft.Google Scholar
  20. Schütz, A. (2003). Symbol, Wirklichkeit und Gesellschaft. In H. Knoblauch, R. Kurt, & H.-G. Soeffner (Hrsg.), Theorie der Lebenswelt. Die kommunikative Ordnung der Lebenswelt (S. 117–220). Konstanz: UVK.Google Scholar
  21. Schütz, A. (2004). Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine Einleitung in die verstehende Soziologie. In M. Endreß & J. Renn (Hrsg.), Alfred Schütz Werkausgabe. Konstanz: UVK.Google Scholar
  22. Sebald, G., & Weyand, J. (2011). Zur Formierung sozialer Gedächtnisse. Zeitschrift für Soziologie, 40, 174–189.Google Scholar
  23. Srubar, I. (2007a). Ist die Lebenswelt ein harmloser Ort? Zur Genese und Bedeutung des Lebensweltbegriffs Phänomenologie und soziologische Theorie. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  24. Srubar, I. (2007b). Lob der Angst vorm Fliegen. Zur Autogenese sozialer Ordnung Phänomenologie und soziologische Theorie (S. 417–443). Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  25. Stäheli, U. (1998). Die Nachträglichkeit der Semantik. Zum Verhältnis von Nachträglichkeit und Semantik. Soziale Systeme, 4, 315–339.Google Scholar
  26. Walsh, D. F. (1998). Structure/Agency. In C. Jenks (Hrsg.), Core sociological dichotomies (S. 8–33). London: Sage.Google Scholar
  27. Weber, M. (1988a). Die „Objektivität“ sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre (S. 146–214). Tübingen: J.C.B. Mohr.Google Scholar
  28. Weber, M. (1988b). Über eine Kategorien der verstehenden Soziologie. In M. Weber (Hrsg.), Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre (S. 427–474). Tübingen: J.C.B. Mohr.Google Scholar
  29. Welzer, H. (2008). Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. Frankfurt a. M.: Fischer.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.ErlangenDeutschland

Personalised recommendations