Nationale Politikoptionen

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Zusammenfassung

Geschichte ist spätestens seit dem Ende des Dreißigjährigen Krieges Mitte des 17. Jahrhunderts immer auch die Geschichte der Nationalstaaten, ihrer Herrscher, ihrer Eigenheiten und ihrer Veränderungen. Moderne Nationalstaaten sind formal autonom und verfügen über die Souveränität, ihre inneren Angelegenheiten auf der Grundlage der von ihnen aufgestellten Gesetze zu regeln. Vor diesem Hintergrund schufen sie insbesondere im Laufe der letzten etwa hundertfünfzig Jahre eine breite Palette von Regeln und Strukturen, um ihre Ziele zu erreichen. Bei der außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Verfolgung ihrer Interessen waren sie dagegen schon immer eingebunden in ein Geflecht von internationalen Bündnissen, Verpflichtungen und Abkommen, auf die sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten Einfluss nehmen konnten. Spätestens mit Beginn der Globalisierung fing die Rolle der Staaten sich an zu ändern. Ihre bislang weitreichende Autonomie bei der Gestaltung ihrer inneren Angelegenheiten wird zunehmend eingeschränkt. Zwar bleiben viele Zuständigkeiten formal bestehen, aber die Regelungswirkungen sind kaum noch prognostizierbar und können sogar widersprüchlich sein oder ins Leere laufen. Gleichzeitig gewinnen neue internationale Gestaltungsträger und -formen an Bedeutung.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Fakultät 13 SGHochschule MünchenMünchenDeutschland

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