Advertisement

Sozialdemokratischer Internationalismus – Die SI und der Nord-Süd-Konflikt

  • Bernd Rother
Chapter
Part of the Akteure der Außenpolitik book series (AKAU)

Zusammenfassung

Es war das sozialistische Milieu, das Willy Brandts Weltbild von Beginn an prägte. Seine Mutter und sein Stiefgroßvater, die sich die Erziehung des jungen Herbert Frahm, wie er bis 1933 hieß, teilten, waren in der Lübecker Sozialdemokratie aktiv. So wuchs er wie selbstverständlich in die Arbeiterbewegung hinein. Zu ihren Grundwerten gehörte die internationale Solidarität. Natürlich machte dies nicht aus jedem Sozialdemokraten einen (potenziellen) Außenpolitiker. Aber Willy Brandt zeigte früh ein Interesse an der Welt jenseits seiner Heimatstadt. Dass dies, wie manchmal vermutet wurde, an der Hanse-Tradition lag, hat er selbst verneint. Mit 13 Jahren fuhr Herbert Frahm erstmals ins Ausland. Weit musste er nicht reisen, um im Sommer 1927 durch einen deutsch-dänischen Schüleraustausch ins jütländische Vejle zu kommen, wo er in einer Familie lebte. 1930 ging es erneut zum nördlichen Nachbarn: Sieben Tage hielt sich Frahm in Kopenhagen auf. Ein Jahr später erkundete er in den Sommerferien drei Wochen lang Dänemark, Norwegen und Schweden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

Personalised recommendations