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Europakonzeptionen und Europapolitik

  • Claudia Hiepel
Chapter
Part of the Akteure der Außenpolitik book series (AKAU)

Zusammenfassung

Als der junge Herbert Frahm im April 1933 seine Lübecker Heimat verließ, tat er dies im Auftrag der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), für die er Verbindungen zur norwegischen Schwesterpartei knüpfen und eine Exilgruppe in Oslo aufbauen sollte. Wohin dieser Weg den noch nicht Zwanzigjährigen führen sollte, war ungewiss. Dass er erst zwölf Jahre später wieder nach Deutschland zurückkehren sollte, nun unter seinem Decknamen Willy Brandt, den er im Exil annahm, und als norwegischer Staatsbürger, lag 1933 außerhalb seines Vorstellungsvermögens. So könnte man nun anführen, dass es gewissermaßen die äußeren Zwänge waren, die Willy Brandt zum überzeugten Europäer und Internationalisten machten. Er selber betonte hingegen, dass diese Entwicklung bereits in seiner Lübecker Jugendzeit angelegt war. Schon dort habe er „die Unzulänglichkeiten national beschränkter Fragestellungen empfunden“ und war bemüht, außenpolitische Zusammenhänge zu begreifen und Kontakte zu sozialistischen Parteien in anderen Ländern zu knüpfen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  • Claudia Hiepel
    • 1
  1. 1.Universität Duisburg-EssenEssenDeutschland

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