Advertisement

Eine neue Konkurrentin im Parteiensystem? Die Alternative für Deutschland

  • Oskar Niedermayer
Chapter

Zusammenfassung

Bei der Bundestagswahl scheiterte die erst siebeneinhalb Monate zuvor gegründete Alternative für Deutschland (AfD) mit 4,7 % knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Dieses Ausmaß an Wählerunterstützung ist dennoch ein großer Erfolg, denn seit den 1950er Jahren ist es in Deutschland noch nie einer Partei gelungen, kurz nach ihrer Gründung ein so gutes Wahlergebnis zu erzielen. Der Beitrag geht der Frage nach, wie dieser Erfolg zu erklären ist, wobei sich die Analyse an den generellen Erfolgsbedingungen neuer Parteien im Parteiensystem orientiert. Zudem wird die Frage erörtert, unter welchen Bedingungen sich die AfD im Parteiensystem etablieren könnte.

Literatur

  1. Bebnowski, David, Lisa Julika Förster. 2014. Wettbewerbspopulismus. Die Alternative für Deutschland und die Rolle der Ökonomen. Kurzfassung. Frankfurt a.M.: Otto-Brenner-Stiftung.Google Scholar
  2. Decker, Frank. 2013a. Attraktiv für Deutschland? Berliner Republik, Nr. 3. http://www.b-republik.de/archiv/attraktiv-fuer-deutschland. Zugegriffen: 1. Juli 2013.
  3. Decker, Frank. 2013b. Das Parteiensystem vor und nach der Bundestagswahl 2013. Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften 11:323–342.CrossRefGoogle Scholar
  4. Decker, Frank. 2013c. Aktuelle Entwicklungen der Parteienlandschaft. Der Bürger im Staat 63:141–148.Google Scholar
  5. Downs, Anthony. 1957. An Economic Theory of Democracy. New York: Harper and Row.Google Scholar
  6. Forschungsgruppe Wahlen e. V. 2013. Bundestagswahl. Eine Analyse der Wahl vom 22. September 2013. Mannheim: Forschungsgruppe Wahlen e. V.Google Scholar
  7. Flassbeck, Heiner, und Costas Lapavitsas. 2013. The systemic crisis of the euro – True causes and effective therapies. STUDIEN. Berlin: Rosa-Luxemburg-Stiftung.Google Scholar
  8. Franzmann, Simon Tobias. 2014. Die Wahlprogrammatik der AfD in vergleichender Perspektive. MIP 20:115–124.Google Scholar
  9. Gebhardt, Richard. 2013. Eine Partei „neuen Typs“? Die Alternative für Deutschland (AfD) vor den Bundestagswahlen. Forschungsjournal Soziale Bewegungen 26:86–91.Google Scholar
  10. Häusler, Alexander. 2013. Die „Alternative für Deutschland“ – eine neue rechtspopulistische Partei? Materialien und Deutungen zur vertieften Auseinandersetzung. Düsseldorf: Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen.Google Scholar
  11. Helbling, Marc, Dominic Hoeglinger, und Bruno Wüest. 2010. How political parties frame European integration. European Journal of Political Research 49:496–521.CrossRefGoogle Scholar
  12. Infratest dimap. 2013. Wahlreport Bundestagswahl. Eine Analyse der Wahl vom 22. September 2013. Berlin: Infratest dimap.Google Scholar
  13. Kemper, Andreas. 2013. Rechte Euro-Rebellion: Alternative für Deutschland und Zivile Koalition e. V. Münster: Edition Assemblage.Google Scholar
  14. Kemper, Andreas. 2014. Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD – eine Expertise. Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung.Google Scholar
  15. Koschmieder, Carsten. 2013. An „Alternative für Deutschland“? http://www.policy-network.net/pnodetail.aspx?ID=4497. Zugegriffen: 23. Oct. 2013.
  16. von Lucke Albrecht. 2013. Heilsame Verwirrung? Der Euro, die Linke und die AfD. Blätter für deutsche und internationale Politik 6:5–8.Google Scholar
  17. Neu, Viola. 2014. Hidden champions oder ewige Verlierer? Die „sonstigen“ Parteien bei der Bundestagswahl. In Bilanz der Bundestagswahl 2013, Hrsg. Eckhard Jesse und Roland Sturm, 295–312. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  18. Niedermayer, Oskar. 2003. Die Entwicklung des deutschen Parteiensystems bis nach der Bundestagswahl 2002. In Die Parteien nach der Bundestagswahl 2002, Hrsg. Oskar Niedermayer, 9–41. Opladen: Leske + Budrich.CrossRefGoogle Scholar
  19. Niedermayer, Oskar. 2013a. Europäische Integration und nationaler Parteienwettbewerb: theoretische Überlegungen und empirische Befunde am Beispiel der Eurokrise. Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften 11:413–434.CrossRefGoogle Scholar
  20. Niedermayer, Oskar. 2013b. Einleitung: Erfolgsbedingungen neuer Parteien im Parteiensystem. In Die Piratenpartei, Hrsg. Oskar Niedermayer, 7–14. Wiesbaden: Springer VS.Google Scholar
  21. Niedermayer, Oskar. 2014a. Der Aufstieg der Alternative für Deutschland (AfD). Revue d’Allemagne (im Druck).Google Scholar
  22. Niedermayer, Oskar. 2014b. Aufsteiger, Absteiger und ewig „Sonstige“: Klein- und Kleinstparteien bei der Bundestagswahl 2013. Zeitschrift für Parlamentsfragen 45:73–93.CrossRefGoogle Scholar
  23. Oppenhäuser, Holger. 2013. Demokratische Querfronten? Der neue Rechtspopulismus und die Ambivalenzen der direkten Demokratie. Prokla 171:277–295.Google Scholar
  24. Plehwe, Dieter. (2014). Durchmarsch der nationalen Neoliberalen? Blätter für deutsche und internationale Politik 2:63–69.Google Scholar
  25. Priester, Karin. 2012. Wesensmerkmale des Populismus. Aus Politik und Zeitgeschichte 5–6:3–9.Google Scholar
  26. Schmitt-Beck, Rüdiger. 2014. Euro-Kritik, Wirtschaftspessimismus und Einwanderungsskepsis: Hintergründe des Beinah-Wahlerfolges der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl 2013. Zeitschrift für Parlamentsfragen 45:94–112.Google Scholar
  27. Stöss, Richard. 2013. Der rechte Rand des Parteiensystems. In Handbuch Parteienforschung. Hrsg. Oskar Niedermayer, 563-618. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  28. Stöss, Richard. 2014. „Noch in Gründung“ antifa-Gespräch mit Prof. Dr. Richard Stöss. antifa 1/2014:1. http://antifa.vvn-bda.de/2014/01/23/noch-in-grundung. Zugegriffen: 2. Feb. 2014.
  29. Streeck, Wolfgang. 2013. Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus. Berlin: Suhrkamp.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Fak. f. Pol. u. SoWiFreie Universität BerlinBerlinDeutschland

Personalised recommendations