EWS Schönau: Die Schönauer Stromrebellen – Energiewende in Bürgerhand

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Zusammenfassung

Der nachfolgende Beitrag handelt davon, wie die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) ihre politische Vision basisdemokratisch legitimierten und sich von einer Bürgerinitiative zu einem Netzbetreiber und bundesweiten Ökostromanbieter entwickelten. Die Darstellung fokussiert sich zum einen auf die Frage, wie es einer Gruppe von Menschen gelingen konnte, eine politische Mehrheit für ein zukunftsweisendes, jedoch freilich auch sehr umstrittenes Projekt zu organisieren. Dabei werden Schlaglichter unterschiedlichste Spannungsfelder streifen – Bürgerinitiative vs. Unternehmen, progressiv vs. konservativ oder professionelle PR-Strategie vs. den Charme der Überzeugung. Die Gründungsgeschichte der EWS nimmt dabei keineswegs für sich in Anspruch, sozialpolitische Gesetzmäßigkeiten zutage gefördert zu haben, sondern versteht sich vielmehr als ein Beispiel, wie eine zukunftsweisende Vision, demokratische Gesinnung und Überzeugungskraft gegen den erklärten Widerstand des parteipolitischen Platzhirsches und die Finanzkraft eines Energieversorgers zum Erfolg führen können. Zum anderen soll gezeigt werden, wie diese Erfahrungen der Gründungsgeschichte die weitere Unternehmensentwicklung beeinflussten und heute ein zentrales Element der Marke EWS und ihrer Vision von einer demokratisch-dezentralen Energiewende darstellen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Elektrizitätswerke Schönau Vertriebs GmbHSchönau, SchwarzwaldDeutschland

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