Faktorenanalyse und Skalierung

Chapter

Zusammenfassung

Eine Grundlage der meisten empirischen Analysen im Bereich der In den Sozialwissenschaftlichen können verschiedene theoretische (latente) Konstrukte, zum Beispiel Religiosität, Umweltbewusstsein oder Rechtsextremismus, häufig nicht mit einer einzigen Frage im Fragebogen erhoben werden. Stattdessen überlegen sich Forscher eine Reihe von manifesten Aussagen (sog. Items), die das interessierende Konstrukt abbilden sollen (z.B. die Frage „das Leben hat nur eine Bedeutung, weil es einen Gott gibt“ zur Messung des theoretischen Konstrukts Religiosität). Das folgende Kapitel beschäftigt sich damit, wie die Messung von latenten Variablen in der Praxis funktioniert. Zunächst wird darauf eingegangen, inwieweit den Antworten der Befragten auf viele manifeste Aussagen einige wenige latente Variable zugrunde liegen. Welches Item lässt sich dem jeweiligen theoretischen Konstrukt zuordnen? Diese Frage kann mit der explorativen Faktorenanalyse beantwortet werden, die in ihren Grundzügen vorgestellt wird. Anschließend wird darauf eingegangen, ob sogenannte Likert-Skalen, die ein latentes theoretisches Konstrukt mithilfe mehrerer manifester Aussagen messen, ein wichtiges Gütekriterium der Messung aufweisen: die Reliabilität.

Literatur

  1. Backhaus, Klaus, Bernd Erichson, Wulff Plinke, und Rolf Weiber. 2006. Multivariate Analysemethoden. Eine anwendungsorientierte Einführung. Berlin: Springer.Google Scholar
  2. Bühner, Markus. 2010. Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion. München: Pearson-Education.Google Scholar
  3. Clauß, Günter, Falk-Rüdiger Finze, und Lothar Partzsch. 2011. Grundlagen der Statistik. Für Soziologen, Pädagogen, Psychologen und Mediziner. Frankfurt a. M.: Harri Deutsch.Google Scholar
  4. Lord, Frederic M., und Melvin R. Novick. 1968. Statistical theories of mental test scores. MA: Addison-Wesley, Reading.Google Scholar
  5. MacCallum, Robert, Keith F. Widaman, Shaobo Zhang, und Sehee Hong. 1999. Sample size in factor analysis. Psychological Methods 4:84–99.CrossRefGoogle Scholar
  6. Moosbrugger, Helfried, und Augustin Kelava. 2007. Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. Berlin: Springer.Google Scholar
  7. Reinecke, Jost. 2005. Strukturgleichungsmodelle in den Sozialwissenschaften. München: Oldenbourg.CrossRefGoogle Scholar
  8. Schnell, Rainer, Paul Bernhard Hill, und Elke Esser. 2011. Methoden der empirischen Sozialforschung. München: Oldenbourg.Google Scholar
  9. Statistisches Bundesamt. 2010. Demographische Standards. Statistik und Wissenschaft. Bd. 17. Wiesbaden.Google Scholar
  10. Strobl, Carolin. 2010. Das Rasch-Modell. Eine verständliche Einführung für Studium und Praxis. München: Hampp.Google Scholar
  11. Überla, Karl. 1972. Faktorenanalyse. Berlin: Springer.Google Scholar
  12. Wolff, Hans-Georg, Johann Bacher. 2010. Hauptkomponentenanalyse und explorative Faktorenanalyse. In Handbuch der sozialwissenschaftlichen Datenanalyse, Hrsg. Christof Wolf und Henning Best, 333–365. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität TrierTrierDeutschland
  2. 2.Universität TübingenTübingenDeutschland

Personalised recommendations