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Familie und Angst. Familienbilder in den Selbstkonstruktionen junger Erwachsener aus Serbien

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Zusammenfassung

Familie ist beharrlich − das zeigt die Befragung, auf die sich dieser Beitrag stützt. Denn auch wo nicht nach ihr gefragt wird, schreibt sie sich in Erzählungen ein, die eigentlich ganz andere Fragen behandeln. Besonders sichtbar wird dies in Interviews mit jungen Erwachsenen aus Serbien, die sich zu ihren Ängsten in Kindheit und Jugend geäußert haben. In diesem Beitrag geht es daher um die Verknüpfung von Familie und Angst im Kontext von Kriegs- und Krisenerfahrungen. Ziel ist es, anhand von biographischen Erzählungen sowie theoretischen Ansätzen des doing family (Schier/Jurczyk 2007: 10, Fußnote 3) Zuschreibungen zu Familie und Überarbeitungen von Familienvorstellungen in gesellschaftlichen Krisensituationen nachzuzeichnen und individuelle Sinnproduktionen transparent zu machen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014

Authors and Affiliations

  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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