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Ruinierte Geschäftsmodelle – abgeschottete Medienpolitik – schwache Zivilgesellschaft

Die Zeitungskrise als Menetekel für den Wandel der Medienöffentlichkeit
  • Thomas Leif

Zusammenfassung

Zeitungen werden von Medienmanagern und Verlagen in rasantem Tempo zu profitablen „Geschäftsmodellen“ ausgerichtet. In ausgereiften und abgeschotteten Märkten (Oligopolen) entscheiden die Werbeumsätze und andere Erlösquellen jenseits des Einzelverkaufs über die Qualität des journalistischen Angebots und über das Niveau der „publizistischen Vielfalt“. Angetrieben von den Herausforderungen der Digitalisierung und einer online-Euphorie vernachlässigen Verlage ihr klassisches Redaktions-Geschäft und investieren weniger in den Journalismus. Sie konzentrieren ihre Innovationen allein auf neue profitable business-Modelle im Internet, die wenig bis nichts mehr mit Journalismus zu tun haben. Die gesamte Geschäftspraxis der Verlage basiert auf der Trend-Annahme: „Print verliert - digital gewinnt.“ Diese Entwicklungen haben eine massiven Einfluss auf die Chancenstruktur und die notwendige Neuformation der politischen Kommunikation, sowie das heikle Wechselverhältnis zwischen Medien und Politik.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Thomas Leif

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