Advertisement

Medienrecht pp 219-236 | Cite as

Kriminalberichterstattung

Chapter

Zusammenfassung

Bei der Berichterstattung über eine Straftat ist besondere Zurückhaltung geboten, wenn der tatsächliche oder mutmaßliche Täter mit Namen genannt oder abgebildet werden soll. Hier wird in besonders schwerer Weise in das durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht gewährleistete Recht des einzelnen eingegriffen, „selbst und allein zu bestimmen, ob und wieweit andere sein Lebensbild im ganzen oder bestimmte Vorgänge aus seinem Leben öffentlich darstellen dürfen“ (Recht auf informationelle Selbstbestimmung), da sie sein – vermutliches – Fehlverhalten öffentlich bekannt macht und seine Persönlichkeit in der Regel „in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert“. Auf der anderen Seite besteht an einer sachgerechten Information der öffentlichkeit über vorgefallene Straftaten und deren Vorgeschichte ein “durchaus anzuerkennendes Interesse“. Das daraus resultierende Spannungsverhältnis zwischen dem Recht des einzelnen, durch die Massenmedien nicht an den Pranger gestellt zu werden, und dem öffentlichen Interesse an sachgerechter Information auch über diesen Bereich des Zeitgeschehens bestimmt Umfang und Grenzen zulässiger Berichterstattung über kriminelles Verhalten. Seine rechtliche Beurteilung wird in diesem Kapitel vorgestellt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.DortmundDeutschland

Personalised recommendations