Zivilgesellschaft und Aktivierung

  • Thomas Klie
Chapter

Zusammenfassung

Ohne bürgerschaftliches Engagement, ohne neue Beteiligungsformen für Bürgerinnen und Bürger lässt sich der demografische Wandel nicht erfolgreich gestalten. Zivilgesellschaftliche Potentiale werden zumindest allenthalben gesucht und sind gefragt – die Konjunktur entsprechender Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene aber auch die programmatischen Jahreslosungen der EU der Jahre 2011 (Freiwillige) und 2012 (aktives Altern) lassen erkennen, dass große Hoffnungen auf eine aktive Zivilgesellschaft gesetzt werden. Dabei geht es um zweierlei:
  • um die Beteiligung von Bürgern an der strategischen Ausgestaltung der im Wesentlichen lokalen Demografiepolitik, also der Politikformulierung mittels neuer Beteiligungsformen, wie Bürgerhaushalte, Zukunftswerkstätten, e-democracy Verfahren und

  • um das bürgerschaftliche Engagement und seine Förderung durch Aktivierungs-, Bildungs- und Vermittlungsmaßnahmen, durch Freiwilligendienste und verbesserte rechtliche Rahmenbedingungen für Ehrenamt und Engagement.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Adloff, F. (2005). Zivilgesellschaft. Theorie und politische Praxis. Frankfurt am Main: Campus.Google Scholar
  2. Aner, K. & Hammerschmidt, P. (2008). Zivilgesellschaftlich produktiv Altern. Eine kritische Analyse ausgewählter Modellprogramme. In: Erlinghagen, M. & Hank, K (Hrsg.), Produktives Altern und informelle Arbeit in modernen Gesellschaften (S. 259–276). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  3. Blinkert, B. & Klie, T. (2004). Solidarität in Gefahr, Pflegebereitschaft und Pflegebedarfsentwicklung im demografischen und sozialen Wandel – „Die Kasseler Studie“. Hannover: Vincentz Network.Google Scholar
  4. Börsch-Supan, A., Hank, K., Jürges, H. & Schröder, M. (Hrsg.) (2009). 50plus in Deutschland. Ergebnisse des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe. Reihe: Alter(n) und Gesellschaft, Band 19. Wiesbaden: Springer Verlag.Google Scholar
  5. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2011). Handbuch Aktiv im Alter. Im Internet erhältlich: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=174008.html.
  6. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (2008). Alter schafft Neues. Das Programm Aktiv im Alter. Bonn.Google Scholar
  7. Deutscher Bundestag (Hrsg.) (2002). Abschlussbericht der Enquete-Kommission Demografischer Wandel – Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft an den Einzelnen und die Politik. Zur Sache. Themen parlamentarischer Beratung, 3. Bonn.Google Scholar
  8. Ehlers, A., Naegele, G. & Reichert, M. (2011). Volunteering by older people in the EU. European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions. Dublin.Google Scholar
  9. Embacher, S. & Lang, S. (2008). Lern- und Arbeitsbuch Bürgergesellschaft. Eine Einführung in zentrale bürgergesellschaftliche Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt, unzivile Zivilgesellschaft, Bürgergesellschaft und Staat, Engagementpolitik, Wirtschaftsunternehmen in der Bürgergesellschaft. Bonn:Dietz.Google Scholar
  10. Evers, A. (2006). Active citizenship in Europe. A difficult topic. CINEFOGO Newsletter, 6, 2, S. 13–15.Google Scholar
  11. Evers, A. & Olk, T. (1996). Wohlfahrtspluralismus. Vom Wohlfahrtsstaat zur Wohlfahrtsgesellschaft. Opladen: Westdeutscher Verlag.Google Scholar
  12. Gensicke, T., Picot, S. & Geiss, S. (2006). Freiwilliges Engagement in Deutschland 1999–2004: Ergebnisse der repräsentativen Trenderhebung zu Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und bürgerschaftlichem Engagement. Berlin, Wiesbaden: BMFSFJ & TNS Infratest.Google Scholar
  13. Hank, K. & Erlinghagen, M. (2009). Dynamics of Volunteering in Older European, The Gerontologist, 2, S. 170–178.Google Scholar
  14. Kade, S. (2002). Bildung und Familienarbeit – Ressource von Engagement und Engagementförderung, In Huth, S. (Hrsg.), Grundsatzthemen der Freiwilligenarbeit – Theorie und Praxis des sozialen Engagements und seine Bedeutung für ältere Menschen (S. 101–119). Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  15. Klie, T. (2012). Freiwilligendienste aller Generationen Umsetzung und Wirkung 2009–2011. Abschlussbericht für das BMFSFJ. Freiburg.Google Scholar
  16. Klie, T. & Stemmer, P. (2011). Freiwilligkeit im Spannungsfeld ökonomischer Kalküle. Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, 1, S. 34–38.Google Scholar
  17. Klie, T. (2009). Zukunft Quartier – Lebensräume zum Älterwerden. Sozialpolitische Neuorientierung und Neuakzentuierung rechtlicher Steuerung. Bielefeld: Bertelsmann Stiftung.Google Scholar
  18. Klie, T. & Schuhmacher, B. (2009). Wohngruppen in geteilter Verantwortung für Menschen mit Demenz. Forschungsbericht „Das Freiburger Modell“. Bundesministerium für Gesundheit. Berlin.Google Scholar
  19. Klie, T. & Pindl, T. (2008). Das Bundesmodellprogramm "Generationsübergreifende Freiwilligendienste". Initialzündung für eine neue Engagementkultur in Deutschland. Neue Praxis, 1, S. 58–77. URL: www.zze-freiburg.de/modellprogramm/dokumente/Artikel_np_gekuerzt.pdf.
  20. Klie, T. (2006). Laboratorium Freiwilligendienste. Eine Zwischenbilanz aus Baden Württemberg. In „Erfahrungen, die´s nicht zu kaufen gibt!“ Bildungspotentiale im freiwilligen Engagement junger Menschen. Fachtagung 16. und 17. Juni 2005 in der Evangelischen Akademie in Bad Boll Schriftenreihe der Landesstiftung Baden Württemberg, Band 19 (S. 18–27). Stuttgart: Landesstiftung Baden-Württemberg gGmbH.Google Scholar
  21. Klie, T. & Ross, P.-S. (2005). Wie viel Bürger darf’s denn sein? Eine Standortbestimmung in acht Thesen. Archiv für Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit, 36, 4, S. 20–43.Google Scholar
  22. Kocka, J. & Brauer, K. (2009). Einleitung. In: Kocka, J., Kohli, M., & Streeck, W (Hrsg.), Altern: Familie, Zivilgesellschaft, Politik. Altern in Deutschland, Band 8 (S. 175–180). Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.Google Scholar
  23. Kocka, J. (2004). Zivilgesellschaft in historischer Perspektive. In: Jessen, R., Reichardt, S. & Klein, A (Hrsg.), Zivilgesellschaft als Geschichte. Studien zum 19. und 20. Jahrhundert (S. 29–42). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.CrossRefGoogle Scholar
  24. Kricheldorff, C., Köster, D. & Kolland, F. (2002). Geragogik und Zivilgesellschaft. Positionen, Paradoxien, Potentiale. URL: www.forschungsinstitut-geragogik.de/assets/download/Kricheldorff_Koester_Kolland.2002.pdf.
  25. Lessenich, S. (2005). Vom Rentner zum Alterskraftunternehmer. Das Alter in der Aktivgesellschaft. Vortrag im Kolloquium des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Berlin: DZA. URL: http://www.dza.de/nn_36024/DE/Veranstaltungen/2005/Lessenich_131005.html.
  26. Mulley, G. (2007). Myths of ageing. Clinical Medicine. Journal of the Royal College of Physicians, 7, 1, (5) 68-72.Google Scholar
  27. Naumann, D., Gordo, L. R., Huxhold, O. & Motel-Klingebiel, A. (2009). Berufliche und außerberufliche gesellschaftliche Partizipation in der zweiten Lebenshälfte: Erwerbstätigkeit, Ehrenamt und Bildung. Kurzbericht des Deutschen Alterssurveys 2008. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen.Google Scholar
  28. Pollack, D. (2004). Zivilgesellschaft und Staat in der Demokratie. In: Klein, A. (Hrsg.), Zivilgesellschaft und Sozialkapital: Herausforderungen politischer und sozialer Integration (S. 23–40). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.Google Scholar
  29. Prognos AG und AMB Generali Holding AG (Hrsg.) (2009). Engagementatlas 2009. Daten. Hintergründe. Volkswirtschaftlicher Nutzen. Aachen. URL: http://www.generali-deutschland.de/internet/amb/amb_inter.nsf/contentByKey/PJXR-7LHFPG-DE-p.
  30. Rosenmayr, L. (1994). Altersgesellschaft – bunte Gesellschaft? Soziologische Analyse als Beitrag zur politischen Orientierung. In: Evers, A. (Hrsg.), Die Zukunft des Alterns. Sozialpolitik für das Dritte Lebensalter (S. 27–76).  erlin: BMFSFJ.Google Scholar
  31. Rosenmayr, L. (1983). Die späte Freiheit. Das Alter – ein Stück bewusst gelebtes Lebens. Berlin: Severin & Siedler.Google Scholar
  32. Rosenmayr, L. (1976). Schwerpunkte der Soziologie des Alters (Gerosoziologie). In: König, R. & Rosenmayr, L (Hrsg.), Familie Alter. Handbuch zur empirischen Sozialforschung, 7 (S. 218- 273). Stuttgart: dtv & Ferdinand Enke.Google Scholar
  33. Schulz-Nieswandt, F. (2011). Öffentliche Daseinsvorsorge und Existenzialismus. Baden-Baden: Nomos.Google Scholar
  34. Schulz-Nieswandt, F. & Köstler, U. (2011). Bürgerschaftliches Engagement im Alter. Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  35. SONG (Soziales neu gestalten) (Hrsg.) (2009). Zukunft Quartier – Lebensräume zum Älterwerden. Themenheft 1: Hilfe-Mix – Ältere Menschen in Balance zwischen Selbsthilfe und (professioneller) Unterstützung. Bertelsmann Stiftung.Google Scholar
  36. Walker, A. (2002). The principles and potential of active ageing. In: Pohlmann, S. (Hrsg.), Facing an Ageing World – Recommendations and Perspectives (S. 113-118). Regensburg: transfer-verlag.Google Scholar
  37. World Health Organization (WHO) (2002). Active ageing: A policy framework. Geneva.Google Scholar
  38. World Health Organization (WHO) (2000). The myth of ageing, the myth of generational conflict: The family and state in ageing societies. Routledge.Google Scholar
  39. World Health Organization (WHO) (1999). Making a difference. Geneva. Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) (2012). Zwölf Thesen zum bürgerschaftlichem Engagement und Demografischen Wandel. Freiburg: Eigenverlag.Google Scholar
  40. Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) (2012). Zwölf Thesen zum bürgerschaftlichem Engagement und Demografischen Wandel. Freiburg: Eigenverlag.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Thomas Klie
    • 1
  1. 1.Institutsleiter am Institut für angewandte Sozialforschung im ForschungsInnovationsverbund an der Evangelischen HochschuleFreiburgDeutschland

Personalised recommendations