Drogengebrauchende Sexarbeiterinnen sind Dienstleisterinnen – Ein Perspektivwechsel in der Sozialen Arbeit im Kampf gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung in der „Drogenprostitution“

Chapter

Zusammenfassung

Der Beitrag „Drogengebrauchende Sexarbeiterinnen sind Dienstleisterinnen – Ein Perspektivwechsel in der Sozialen Arbeit im Kampf gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung in der Drogenprostitution“ von Kathrin Schrader zeigt die schwierige Situation der Drogengebrauchenden SexarbeiterInnen auf. Vorerst werden Studien zur Gewaltsituation von Frauen in der Prostitution, die drogenabhängig sind, vorgestellt. Forschungsergebnisse bestätigen, dass die betroffene Klientel einem erhöhtem Maß an Gewalt ausgesetzt ist. Die Autorin unterscheidet hier zwischen physischer Gewalt, sexueller Gewalt und Grenzüberschreitungen sich selbst gegenüber. Ausführlich wird die Lebenssituation der Drogengebrauchenden Sexarbeiterinnen beschrieben und dass die gesellschaftliche Stigmatisierung, Gewalterfahrungen von Freiern, niedriges Lohnniveau, die Auswirkungen der Drogensucht und fehlende gesellschaftliche Anerkennung ihren Teil dazu beiträgt, dass sich die Frauen in einem schwierigen Milieu befinden.

Literatur

  1. Brenssell, A. (2012). Gesprächsangebot zur „alltäglichen Lebensführung“ – Kritische Psychologie trifft Kritische Sozialarbeit. In U. Eichinger (Hrsg.), Soziale Arbeit (S. 190–260). Hamburg: Argument.Google Scholar
  2. Butler, J. (1993). Kontingente Grundlagen: Der Feminismus und die Frage der Postmoderne. In S. Benhabib, J. Butler, D. Cornell, & N. Fraser (Hrsg.), Der Streit um Differenz (S. 31–58). Frankfurt a. M.: Fischer.Google Scholar
  3. Egartner, E., & Holzbauer, S. (1994). Ich hab’s nur noch mit Gift geschafft. Pfaffenweiler: Centaurus.Google Scholar
  4. El-Nagashi, F.-A. (2010). Sexarbeit und Migration. an.schläge, das feministische Monatsmagazin, 17.Google Scholar
  5. Foucault, M. (1995). Der Wille zum Wissen. Sexualität und Wahrheit I. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.Google Scholar
  6. Gerlach, R. (1998). Gibt es „schwerstabhängige“ Methadonpatienten oder werden sie „gemacht“? Vortrag zur A.I.D.-Tagung: Mehr als abhängig? Versuche mit Methadon und Heroin 15./16.05. Berlin.Google Scholar
  7. Gerstendörfer, M. (2007). Der verlorene Kampf um die Wörter. Opferfeindliche Sprache bei sexueller Gewalt. Paderborn: Junfermann.Google Scholar
  8. Holzkamp, K. (1985). Grundlegung der Psychologie. Frankfurt a. M.: Campus.Google Scholar
  9. Kappeler, M. (1998). Drogen und Kolonialismus. Zur Ideologiegeschichte des Drogenkonsums. Frankfurt a. M.: Verlag für Interkulturelle Kommunikation.Google Scholar
  10. Kavemann, B., Rabe, H., & Fischer, C. (2007). Vertiefung spezifischer Fragestellungen zu den Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes: Ausstieg aus der Prostitution. Kriminalitätsbekämpfung und Prostitutionsgesetz. Sozialwissenschaftliches FrauenForschungsInstitut Berlin. http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung4/Pdf-Anlagen/prostitutionsgesetz-gutachten-2,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf. Zugegriffen: 2. Jan. 2009.
  11. Kerschl, A.-V. (2005). Beschaffungsprostitution und ihre Risiken. In M.-T. Wright (Hrsg.), Prostitution, Prävention, und Gesundheitsförderung. Teil 2: Frauen (S. 113–122). Berlin: Deutsche AIDS-Hilfe e. V.Google Scholar
  12. Leopold, B., & Grieger, K. (2004). Gewaltprävention durch Arbeit mit Minderjährigen in der Prostitution. APuZ, B 52–53, 19–26.Google Scholar
  13. Meyer, C., Neumann, C., Schmid, F., Truckendanner, P., & Winter, S. (2013). Bordell Deutschland. Wie der Staat Frauenhandel und Prostitution fördert. Der Spiegel, 22, 56–65.Google Scholar
  14. Meletzky, F. (2012). Tatort. Wegwerfmädchen. Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD). Anstalt des öffentlichen Rechts.Google Scholar
  15. Mitrovic, E. (2004). Der gesellschaftliche Umgang mit Prostitution in Deutschland. Die Wüste lebt. Regenbogen. HWP 14. Februar.Google Scholar
  16. Müller, S. (Hrsg.). (1986). Verstehen oder kolonialisieren? Grundprobleme sozialpädagogischen Handelns und Forschens. Bielefeld: Kleine.Google Scholar
  17. Schrader, K. (2013). Drogenprostitution – Eine intersektionale Betrachtung zur Handlungsfähigkeit drogengebrauchender Sexarbeiterinnen. Bielefeld: transcript.CrossRefGoogle Scholar
  18. Ward, H. (2007). Marxismus versus Moralismus. Trend 7-8/07 onlinezeitung. http://www.trend.infopartisan.net/trd7807/t407807.html. Zugegriffen: 21. Sept. 2014.
  19. Winker, G. (2009). Internes Arbeitspapier zur Handlungsfähigkeit in der Kritischen Psychologie. Vortrag 15. Januar, Hamburg.Google Scholar
  20. Winker, G. (2012). Intersektionalität als Gesellschaftskritik. Widersprüche, 32(126), 13–26.Google Scholar
  21. Zurhold, H., & Kuhn S. (2004). „Ich komme an keinem Stein mehr vorbei“ – Crackkonsum von jungen Frauen in der Hamburger Drogenprostitutionsszene. In W. Schneider & R. Gerlach (Hrsg.), Schriftenreihe: Studien zur qualitativen Drogenforschung (S. 231–254). Berlin: VWB.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.Frankfurt am MainDeutschland

Personalised recommendations