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Die Alterspyramide kippt: Viele Alte – wenig Steuern

Conference paper
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Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden demografischen Entwicklung liegt die Vermutung nahe, dass mit einer älter werdenden Bevölkerung auch die Steuereinnahmen tendenziell sinken. Für das Steueraufkommen einer Gesellschaft sind verschiedene Parameter, wie zum Beispiel Erwerbstätigkeit, Produktivität und Konsum, maßgebend. Für eine belastbare Prognose des Steueraufkommens ist daher zu fragen, wie sich diese Parameter aufgrund der demografischen Entwicklung verändern. Produktivität und Konsum werden sich mit zunehmendem Alter nicht zwingend negativ entwickeln, sondern nur in ihrer Struktur und in ihren Komponenten verändern. Dies führt dazu, dass eine Verbesserung bzw. Erhaltung der Einnahmebedingungen des Staates durch ein „Lösungsdreieck“ erreicht wird. In diesem Lösungsdreieck muss eine notwendige Verlängerung der Lebensarbeitszeit einhergehen mit einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation durch gezielte und geförderte Präventionsmaßnahmen. Diese beiden genannten Lösungsansätze müssen insbesondere durch ein verändertes und verjüngtes Steuersystem gestützt und gefördert werden. Nicht die Alten sind das Problem, sondern die alten Systeme!

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  1. 1.ETL-GruppeBerlinDeutschland

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