Toleranz im Konfuzianismus

  • Huiru Liu
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Zusammenfassung

Im Allgemeinen wird Toleranz als eine Idee spezifi sch europäischer Provenienz angesehen. In der Tat wurde hier ein entsprechendes Konzept angesichts der erbitterten Kriege zwischen christlichen Konfessionen insbesondere im 17. Jahrhundert als dringend notwendig empfunden und erfuhr später im Zuge der Aufklärung eine geistig-philosophische Fundierung, ohne die es nicht zu einer Schlüsselrolle und Garant für die ausgeprägt pluralistische Form der modernen Gesellschaft geworden wäre. Wirft man nun einen Blick auf das alte China, ist zweierlei festzustellen: Weder gibt es in der langen Geschichte chinesischer Dynastien mit Massengewalt auf die Spitze getriebene Machtkämpfe zwischen Religionen bzw. Glaubensausrichtungen innerhalb einer Konfession,1 noch fi ndet ein geistiger Paradigmenwechsel wie die Aufklärung statt, in der das Denken sich von der geistlichen und weltlichen Bevormundung radikal emanzipiert.

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Literatur

  1. Liu, Huiru:Vielfalt des Nichts im chinesischen Denken. Annährung an eine Paradoxie, in: Einheit und Vielfalt in China. Beiträge zum Pluralismus in der chinesischen Geistesund Sozialgeschichte, Jahrbuch der Deutschen Vereinigung für Chinastudien 1, hrsg. v. M. M. Eglauer u. a., Wiesbaden 2005 (17–37).Google Scholar
  2. Liu, Huiru:Konfuzius als Kritiker,in: Kritik im alten und modernen China, Jahrbuch der Deutschen Vereinigung für Chinastudien 1, hrsg. v. Heiner Roetz, Wiesbaden 2006 (1–19).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2013

Authors and Affiliations

  • Huiru Liu
    • 1
  1. 1.Universität TübingenTrierDeutschland

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