Allgemeines

  • Ernst Göhre

Zusammenfassung

Die Werkstoffe, aus denen die Schnitte gefertigt werden, sind Stahl und Eisen. Stahl wird in der Hauptsache für die schneidenden Elemente verwendet. Das Eisen bildet den Baustoff für die übrigen Teile des Schnittes. Für die schneidenden Elemente kann nicht jeder beliebige Stahl verwendet werden, sondern es sind hierfür Stahlsorten von besonderer Zähigkeit und Härte notwendig, die sich beim Härten nicht verziehen dürfen, da sonst die Schneidelemente nicht mehr zueinander passen. Ein Stahl von diesem Gütegrad kommt mit der Bezeichnung „extra zähhart“ in den Handel. Diese Qualität wird besonders für normalbeanspruchte Schnitte bevorzugt. — Für Schnitte, von denen eine hohe Schneid-haltigkeit verlangt wird, haben die Stahlfirmen einen mit Chrom legierten Stahl hergestellt. Dieser Spezialstahl darf nur in Öl oder Luft gehärtet werden und wird deshalb als Öl- oder. Lufthärter bezeichnet. Er besitzt bei genügender Zähigkeit höchste Härte und bietet größte Gewähr gegen Schwinden und Verziehen beim Härten. Deshalb wird der Ölstahl nicht allein für hochbeanspruchte Schnitte, sondern auch vorzugsweise für komplizierte Schnittformen verwendet. Er ist jedoch für hohen Schnittdruck, auf die Umfangseinheit bezogen, infolge seiner außerordentlichen Härte und geringen Elastizität nicht besonders geeignet, weil er leicht springt. Man nehme deshalb für Schnitte, von denen das Verarbeiten starker Bleche verlangt wird, guten Werkzeugstahl. Gegenüber dem extra zähharten Stahl, dessen Härtetemperatur bei etwa 750° oder Dunkelrotglut liegt, hat er seine Härtetemperatur bei 850 bis 950° oder Rotgelb- bis Gelbglut. Der extra zähharte sowie der Öl-Stahl können je nach Bedarf angelassen werden.

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© Otto Spamer, Leipzig 1927

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  • Ernst Göhre

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