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Thermische Ausdehnung und Pyroelektrizität. Schlußbemerkungen

  • Max Born

Zusammenfassung

Die atomare Theorie der thermischen Ausdehnung und der damit zusammenhängenden Erscheinungen wurde durch eine Arbeit von Debye sehr gefördert. Dieser verglich den Vorgang mit der Schwingung eines anharmonischen Oscillators, bei dem das Kraftgesetz nicht symmetrisch zur Nullage ist. Dann wird die mittlere Lage des schwingenden Punktes immer mehr von der Gleichgewichtslage abweichen, je größer die Amplitude ist,und man kann leicht zeigen, daß dieser Effekt dem mittleren Energieinhalt proportional ist. In einem Kristall wird nun etwas Ähnliches gelten; die inneren Kräfte widersetzen sich einer Annäherung der Atome mehr als einer Entfernung, daher wird bei wachsender Schwingungsenergie der mittlere Abstand wachsen, angenähert proportional zu dieser Energie. Der Effekt hängt also von den Abweichungen vom Hookeschen Gesetz (Proportionalität von Kraft und Verrückung) ab. Man erhält ihn formal einfach so, daß man das Gitter nicht im natürlichen Gleichgewicht, sondern in einem h o m o g en verzerrten Zustande, gegeben durch die Deformationsgrößen u1, u2,...,.us, uxx,..., u yz ,..., betrachtet und die Schwingungen der Atome um diesen Zustand in Rechnung setzt. Diese dürfen dann, wie man zeigen kann, näherungsweise als harmonisch angesehen werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1926

Authors and Affiliations

  • Max Born
    • 1
  1. 1.Universität GöttingenGöttingenDeutschland

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